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Der Rübe den Zucker klauen

19.04.2021 05:30, Von Maria Berentzen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bis er bei uns in der Küche ankommt wird die Rübe lange bearbeitet

Zucker steht in fast jedem Küchenschrank. Bis der aber so weiß und körnig wird wie in der Tüte, hat er einen langen Weg hinter sich.

Gummibärchen schmecken zuckersüß! Schließlich steckt oft eine Menge Zucker drin. Auch beim Kuchenbacken gehört er meist dazu. Die feinen weißen Körnchen haben aber eine erstaunliche Verwandlung hinter sich! Sie stammen aus einer Rübe und zwar aus einer besonderen Sorte, der Zuckerrübe.

Diese Rüben wachsen in Deutschland auf vielen Äckern. „Sie bilden mithilfe der Sonne Zucker, den sie speichern“, erklärt Sandra Fürderer, die sich gut mit Zucker auskennt. Wenn man eine Rübe aufschneidet, rieselt aber nicht einfach der Zucker heraus. Das wäre zwar praktisch, ginge aber höchstens im Märchen. Stattdessen ist eine bestimmte Technik nötig und eine Zuckerfabrik. Die wurde übrigens von einem Forscher mit Namen Franz Carl Achard erfunden, der vor genau 200 Jahren starb.

Zuerst aber mal müssen die Zuckerrüben dafür gereinigt werden. Denn wenn sie vom Feld in die Fabrik kommen, sind sie noch voller Erde. Die sauberen Pflanzen werden zerkleinert und die Stücke in Wasser erhitzt. „Das hilft dabei, den Zucker zu lösen, da er aus den Stückchen in das Wasser wandert“, erklärt Sandra Fürderer. Die Stückchen sind für den Zucker nun nicht mehr wichtig. Sie sind aber als Tierfutter nützlich. Mit der zuckerhaltigen Flüssigkeit hingegen passiert in der Fabrik noch eine ganze Menge: Sie wird gereinigt und gefiltert. So bleibt ein hellgelber Saft übrig, der Dünnsaft heißt. Aber wie kommt man nun an den Zucker, der darin gelöst ist? Dazu wird der Dünnsaft erhitzt: Das Wasser verdampft dabei zu einem großen Teil. Zurück bleibt flüssiger Zucker. „Der Saft, der dabei entsteht, ist sehr dickflüssig und heißt deshalb auch Dicksaft“, sagt Sandra Fürderer. Dieser Saft ist sehr, sehr süß. Aber noch immer ist der Zucker darin gelöst und nicht einfach so greifbar. Wie also geht es weiter? Die Leute in der Fabrik nutzen einen cleveren Trick: Sie erhitzen den Dicksaft weiter und geben einfach Zuckerkristalle hinzu, also etwas fertigen Zucker. Die Wirkung ist erstaunlich: Der Zucker aus dem Saft setzt sich an diesen Kristallen ab. Er wächst förmlich um sie herum. Wenn man den Saft jetzt noch sehr schnell schleudert, trennen sich Zucker und Flüssigkeit. Der so gewonnene Zucker wird nun noch einmal gereinigt, bis er schließlich so weiß und fein aussieht wie in den Paketen aus dem Supermarkt. Übrigens: Um ein Kilogramm Zucker herzustellen, braucht man ungefähr sieben Rüben.

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