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Der Rucksack war zu warm – Georg erzählt von seiner Radtour

25.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Aufstehen, Zelt einpacken und dann radeln, was das Zeug hält: Georg aus Angermünde hat in diesem Sommer eine besondere Tour unternommen. Er war mit Freunden vier Tage lang mit dem Fahrrad unterwegs. Was er daran schön und was er doof fand, hat der 14-Jährige „dpa-Nachrichten für Kinder“ erzählt.

Wie seid ihr auf die Idee für eure Radtour gekommen?

Georg und seine Freunde hatten bei ihrer Radtour zum Übernachten Zelte mit.  Foto: privat
Georg und seine Freunde hatten bei ihrer Radtour zum Übernachten Zelte mit. Foto: privat

Im letzten Schulhalbjahr wollten wir keine ganz normale Klassenfahrt machen, sondern eine Art Herausforderungsfahrt. Wir sollten selbst bestimmen, zu welchem Ort wir fahren wollen und wie wir dort hinkommen. Nach langem Hin und Her haben wir uns für eine Fahrradtour entschieden.

War die ganze Klasse mit?

Nein. Es sind nur diejenigen mitgefahren, die Lust auf die Tour hatten. Wir waren insgesamt fünf Jungen und ein Betreuer.

Wo seid ihr hingefahren?

Wir sind in Angermünde in Brandenburg losgefahren. Eigentlich wollten wir bis zur Insel Usedom kommen. Wir waren nämlich während der Fußball-Europameisterschaft unterwegs. Und auf Usedom gab es eine große Leinwand und Oliver Kahn hat dort die Fußballspiele kommentiert. Leider haben wir unser Ziel aber nicht ganz erreicht. Wir sind nur bis zur Stadt Anklam gekommen.

Warum habt ihr euer Ziel denn nicht erreicht?

„Wir haben irgendwann während der Tour gemerkt, dass unser Ziel noch sehr weit weg ist. Um Usedom rechtzeitig zu erreichen, hätten wir jeden Tag sauviel fahren müssen. Und dann haben wir entschieden, dass wir uns diesen Stress nicht machen wollen.

Wie lange seid ihr unterwegs gewesen?

Vier Tage lang. Am ersten Tag haben wir den größten Teil der Strecke zurückgelegt: insgesamt rund 100 Kilometer! Danach waren wir aber auch ganz schön kaputt. Wir hatten es an dem Tag so eilig, weil wir am Abend noch ein Fußballspiel gucken wollten.

Hattet ihr bestimmte Sachen mit?

Ja. Zum Übernachten hatten wir zwei Zelte mit. Weil wir während der EM unterwegs waren, hatte ich noch eine Deutschlandfahne dabei. An Proviant haben wir eigentlich nur Sachen fürs Frühstück eingepackt.

Hat dir irgendetwas an der Tour nicht gefallen?

Ich hatte einen Rucksack mit – den hätte ich nicht mitnehmen sollen. Mit dem Rucksack auf dem Rücken war es während der Fahrt viel zu warm.

Und was fandest du besonders toll?

Dass wir selbst entscheiden konnten, wo wir langfahren.

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