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Der große Wasservogel mit dem langen Hals

20.07.2022 05:30, Von Insa Sanders — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie plustern sich auf und fauchen. Manchmal fressen sie versehentlich andere Tiere. Sie gehören zu den größten flugfähigen Wasservögeln. Schwäne sind ziemlich spannend.

Höckerschwäne haben ein weißes Gefieder. Ihre Küken sind aber grau. Foto: Katrin Requadt
Höckerschwäne haben ein weißes Gefieder. Ihre Küken sind aber grau. Foto: Katrin Requadt

Die meisten Schwäne, die man bei uns in Deutschland sieht, sind Höckerschwäne. Man erkennt sie am schwarzen Höcker auf dem orangefarbenen Schnabel. Außerdem haben die großen Wasservögel ein weißes Gefieder und einen langen Hals. Manchmal fallen sie durch ihr aggressives Verhalten auf. Aber wieso fauchen sie eigentlich? Mit Hilfe des Biologen Martin Rümmler von der Naturschutzorganisation Nabu beantworten wir fünf Fragen zu Schwänen, die du dir vielleicht auch schon gestellt hast.

Höckerschwäne sind große flugfähige Vögel. Es dauert allerdings ein bisschen, bis sie in die Luft kommen.  Foto: Patrick Pleul
Höckerschwäne sind große flugfähige Vögel. Es dauert allerdings ein bisschen, bis sie in die Luft kommen. Foto: Patrick Pleul

 

Warum haben Schwäne einen so langen Hals?

„Das hat mit der Nahrungsaufnahme zu tun“, sagt Martin Rümmler. „Schwäne suchen auf dem Grund des flachen Wassers nach Pflanzen, die sie fressen. Das nennt sich Gründeln.“ Wir Menschen würden unsere Arme nutzen, um an etwas heranzukommen. Der Schwan hat dafür den langen Hals. „Damit kommt er bis zu einen Meter in die Tiefe“, erklärt der Experte. Mit seinem Schnabel rupft er Pflanzen auf dem Grund von Gewässern ab.

Was fressen Schwäne sonst noch gerne?

Schwäne sind Veganer, die aber andere Tiere versehentlich mitessen. „Eigentlich ernähren sie sich rein pflanzlich. Wenn da aber Wasserschnecken oder Insektenlarven an den Pflanzen hängen, werden die mitgefressen“, sagt Herr Rümmler. Auch an Land sieht man die Wasservögel manchmal, wie sie Gras oder Uferpflanzen fressen.

Wie kommt es, dass das Gefieder der Jungvögel dunkel ist?

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Martin Rümmler hat ein paar Vermutungen: „Es ist oft so, dass Jungtiere besser getarnt sind.“ So sind sie vor Fressfeinden geschützt. Das können zum Beispiel Marder oder Füchse sein. „Ein Grund kann auch sein, dass sie so als Jungtiere erkenntlich sind und nicht von Artgenossen angegriffen werden.“ Schwäne kämpfen nämlich auch untereinander.

Warum sind Schwäne so aggressiv?

„Schwäne sind sehr territorial“, sagt der Experte. Das bedeutet, dass sie ihr Revier verteidigen. Vor allem die Männchen in der Brutzeit passen darauf auf, dass niemand an das Nest oder an den Nachwuchs geht. Bevor er angreift, warnt der Schwan. Dann wird gefaucht und gezischt. Die Flügel werden aufgestellt und der Kopf geht nach vorne. Von so einem Schwan hält man sich am besten fern!

Warum sind Schwäne so laut beim Fliegen?

Höckerschwäne sind ziemlich große Vögel. Trotz ihrer Größe können sie fliegen. Es dauert allerdings ein bisschen, bis sie in die Luft kommen. Beim Starten, aber auch wenn sie in der Luft sind, hört man ihre Flügelschläge deutlich. „Die Geräusche werden durch die Flügelfedern erzeugt, wenn sie schwingen“, sagt Herr Rümmler.

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