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Der Duft der kleinen Teilchen

18.08.2018, Von Maria Berentzen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gerüche und Düfte verbinden wir mit wohligen Gefühlen

Unsere Welt ist voller Gerüche: angenehme wie Vanillepudding und Blumenwiesen und unangenehme wie Autoabgase und verfaultes Obst. Aber wie funktioniert das Riechen eigentlich? Superwinzige Teilchen sind dafür sehr wichtig!

Eine Teilnehmerin einer „Riech-Tour“ schnüffelt an einem Baum. Mach doch mal einen Riech-Rundgang und vergleiche verschiedene Gerüche. Foto: Christina Horsten

(dpa) Der Schokoladenkuchen duftet aber köstlich! Doch hast du dich schon einmal gefragt: Wieso kann ich eigentlich so gut riechen, dass eine leckere Zutat wie Schokolade im Kuchen steckt?

Hanns Hatt kann es erklären. Er ist Wissenschaftler und forscht sehr viel zum Thema Riechen. „Überall in der Luft fliegen kleine Teilchen umher“, sagt er. Sie sind so winzig, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht sehen kann. Diese Teilchen atmen wir mit der Luft ein – etwa auch die, die vom Schokoladenkuchen stammen.

Fachleute sprechen von Duft-Molekülen

Fachleute nennen diese Teilchen Duft-Moleküle. Mit der Atemluft gelangen sie in die Nase. „Dort gibt es in der oberen Etage so etwas wie ein Nebenzimmer, dessen Tür immer einen Spalt weit geöffnet ist“, sagt Hanns Hatt.

Dort nimmt der Körper eine kleine Probe aus der Atemluft. „Das ist die Aufgabe der Riechzellen“, sagt Hanns Hatt. In der Nase sitzen Millionen dieser Zellen. Sie reagieren jeweils auf ganz bestimmte Gerüche. Eine Zelle, die auf zitronigen Geruch reagiert, ist zum Beispiel nicht empfindlich, wenn es nach Vanille riecht. Dafür sind andere Zellen zuständig. Hat eine dieser Zellen einen Geruch wahrgenommen und erkannt, schickt sie über ihren Nerv einen winzigen Stromstoß an das Gehirn. So wird es informiert.

Gerüche zuordnen ist nicht so einfach

Es muss nun aber erstmal die verschiedenen Gerüche erkennen und zuordnen. Das ist nicht so einfach. Denn die meisten Gerüche bestehen nicht nur aus einer Sorte von Duft-Molekülen, sondern aus sehr vielen verschiedenen. „Kaffee setzt sich zum Beispiel aus bis zu 250 Duftstoffen zusammen“, sagt Hanns Hatt.

Das Gehirn speichert dafür die Muster, mit denen die Riechzellen auf die Moleküle reagieren. Das ist eine Art Training. Bei bestimmten Mustern weiß es dann, dass es etwa Erdbeermarmelade vor sich hat. Der Bereich, in dem das Gehirn Gerüche verarbeitet, ist eng mit einem anderen Bereich verbunden: der, in dem Gefühle verarbeitet und abgespeichert werden. „Deshalb sind Gerüche oft ganz eng mit Gefühlen verbunden“, sagt Hanns Hatt.

Zum Beispiel: Jemand hat als Kind zur Belohnung öfter leckeren Vanillepudding bekommen. Steigt diesem Menschen als Erwachsenem der Duft von Vanillepudding in die Nase, erinnert er sich an das wohlige Gefühl von damals und freut sich.

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