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Das Spiel Cricket – werfen, schlagen, laufen, fangen

31.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wer keine Ahnung von Cricket hat, sitzt am Spielfeldrand, schaut angestrengt zu und versteht . . . nichts. Wer keine Ahnung von Fußball hat, aber zuschaut, merkt schnell: Es gibt zwei Mannschaften, die jeweils auf ein Tor schießen. Cricket ist schwieriger!

Mann, ist Cricket verwirrend, wenn man sich zum ersten Mal damit beschäftigt. Es gibt zwei Mannschaften, aber sie haben unterschiedlich viele Spieler auf dem Feld. Ein paar haben Schläger, die ein bisschen aussehen wie kürzere Paddel. Die meisten aber haben nichts in der Hand. Einige tragen dick gepolsterte Handschuhe, einige nicht. Einer wirft den Ball, andere stehen weit weg von der Wurfbahn. Und was sollen die beiden kleinen Holzgestelle? Zum Glück gibt es nette Cricketspieler. Einer von ihnen erklärt uns das Spiel, das auch manchmal mit K geschrieben wird. Carsten Höfinghoff trainiert Mädchen vom Oldenburger Cricket Club in Niedersachsen. Im Prinzip haben beide Mannschaften gleich viele Spieler – nämlich elf, erklärt der Fachmann. Aber von einem Team sind nur zwei auf dem Feld, die Schlagmänner. Die stehen mit ihren Schlägern auf der Wurfbahn. Sie können Punkte machen. Die andere Mannschaft hat neun Spieler im Feld verteilt sowie einen Werfer und einen Fänger an der Wurfbahn. Alle elf zusammen versuchen, die beiden Schlagmänner davon abzuhalten, Punkte zu machen. An der Wurfbahn steht auch das kleine Holzgestell, das Tor. Der Werfer muss mit dem Ball das Tor hinter dem Schlagmann treffen. Der Schlagmann schützt das kleine Tor aber mit seinem Holzschläger und versucht, den Ball wegzuschlagen. Wenn ihm das gelingt, kann er Punkte machen. Blitzschnell muss er dafür mit dem zweiten Schlagmann die Positionen tauschen – also zwischen den Toren hin- und herrennen. Die andere Mannschaft kann auf verschiedenen Wegen die Schlagmänner stoppen. Ein Weg ist, den Ball möglichst schnell zurück zum Tor und zum Fänger zu werfen. Je länger die andere Mannschaft braucht, die Schlagmänner zu stoppen, desto mehr Zeit haben die beiden, Punkte zu sammeln. Am Ende gewinnt die Mannschaft, die mehr Punkte hat, also häufiger hin- und hergelaufen ist.

Charleen Porath und Maura Brauser spielen seit ungefähr fünf Jahren Cricket. Foto: Petra Reinken

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