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Das Moor als Klimaanlage der Erde

16.11.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Online English pages from Content Development Pros remove any grammar, stylistic or plagiarism issues. Call now to engage our proofreaders Auf den ersten Blick wirken Moore reglos und ruhig. Dabei passiert dort eine Menge. Moore sind die Klimaanlagen der Erde. Ohne sie kämen wir ganz schön ins Schwitzen. Denn die Moorpflanzen kühlen die Lufthülle der Erde – die Atmosphäre.

Das machen sie, indem sie Kohlendioxid speichern. So ist weniger von diesem Gas in der Luft. Wenn es in großen Mengen in die Luft steigt, erwärmt sich die Erde. Es gelangt zum Beispiel durch Abgase von Maschinen wie Autos in die Luft. Auch Menschen und Tiere atmen Kohlendioxid aus – allerdings viel weniger, als es in großen Betrieben meist entsteht. Pflanzen nehmen das Kohlendioxid aus der Luft auf und bauen es in ihre Stängel und Blätter ein. In Mooren wird davon besonders viel gespeichert. Das liegt daran, dass die Pflanzen dort meistens nicht richtig vergammeln. So entstehen dicke Torfschichten. Das gebundene Kohlendioxid bleibt wie ein Schatz unterirdisch vergraben. Es entweicht nicht in die Luft. Moore bunkern ganz schön was von dem schädlichen Kohlendioxid. Sie speichern ungefähr doppelt so viel davon wie alle Wälder der Erde zusammen. Das haben Fachleute ausgerechnet. Doch Moore sind gefährdet. Menschen haben schon viele Moore zerstört, oft um den Torf darin abzubauen. Den Torf hat man vor allem früher zum Beispiel zum Heizen benutzt. Außerdem haben die Leute viele Moore trockengelegt, etwa um das Land benutzen zu können.

Auch heute drohen viele Moore auszutrocknen. Doch dann könnten die Pflanzenreste zerfallen und das Kohlendioxid wieder abgeben. Manche Experten machen sich Sorgen, dass die Erde sich dann noch schneller erwärmt. Außerdem meinen sie, dass es häufiger Waldbrände geben könnte, weil trockene Moore leichter anfangen zu brennen als nasse.

Deshalb setzen sich Naturschützer immer mehr dafür ein, dass Moore geschützt werden. Und sie erzählen viel über Moore, damit Menschen erfahren, wie wichtig diese Lebensräume für uns und unsere Erde sind.

Das Wasjugan-Moor in Sibirien in Russland ist das größte Moor der Erde. Foto: Hans Joosten

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