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Das ist ja Zauberei!

25.08.2020 05:30, Von Ginette Haußmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zaubern ist nichts Übersinnliches, sondern viel Geschicklichkeit und Übung

Würfel drehen sich wie von Zauberhand in der Luft. Aus einer Münze wird ein Knopf. Wir haben eine Zaubergruppe beim Training besucht.

Jannis, Santiago, Luis, Zauberlehrer Felix Wohlfarth, Malte, Tristan und Ben posieren für die Kamera. Das ist die Jugendgruppe des Magischen Zirkels in Berlin.  Foto: Ginette Haußmann/dpa
Jannis, Santiago, Luis, Zauberlehrer Felix Wohlfarth, Malte, Tristan und Ben posieren für die Kamera. Das ist die Jugendgruppe des Magischen Zirkels in Berlin. Foto: Ginette Haußmann/dpa

Santiago steht auf einer Bühne und hält vier rechteckige Pappen in der Hand: eine braune, eine pinke, eine blaue und eine schwarze. Dann macht er eine schnelle Bewegung. Plötzlich hält er eine Zeitung in der Hand. Wie konnte das denn gehen?

Santiago gehört zur Jugendgruppe des Magischen Zirkels in Berlin. Das ist ein Zauberverein. Dieses Jahr wird er hundert Jahre alt. Die Jugendlichen treffen sich einmal im Monat. Dann bekommen sie Tipps von einem echten Zauber-Experten. Er heißt Felix Wohlfahrt und zaubert schon seit 15 Jahren.

Bei diesem Treffen sind außer Santiago noch Jannis, Luis, Ben, Malte und Tristan dabei. Sie sind zwischen elf und 14 Jahre alt und zeigen sich gegenseitig Kunststücke. Dabei sitzen sie an kleinen Tischen, auf denen Kartenspiele und Münzen liegen. Mädchen sind momentan nicht dabei, sind aber natürlich jederzeit willkommen.

Verwandlungs- und Kartentricks

Jannis verwandelt an einem der Tische eine Münze in einen Knopf. Luis mischt ein Kartenspiel und lässt es auf zwei Stapel nach Farben sortieren. Der Zuschauer darf jedoch nur die Rückseite der Karten ansehen. Ohne zu wissen, welche Karten rot und welche schwarz sind, ist das eigentlich unmöglich. Als Luis die Karten umdreht, sind aber plötzlich beide Stapel farblich sortiert.

Wie er das gemacht hat? Luis entgegnet nur: „Ich hab ja nicht gezaubert, sondern du!“ So etwas sagen die Jugendlichen gerne zu Leuten, die das Geheimnis hinter dem Trick erfahren wollen. Tristan sagt dann oft: „Wenn du viel übst, dann wirst du es herausfinden.“

Ohne Übung funktioniert Zaubern nicht. Santiago erklärt, dass auch Fingerfertigkeit wichtig sei. Und natürlich Ablenkung: „Es gibt eine Regel, die besagt: Immer da, wo der Zauberer hinguckt, guckt auch der Zuschauer hin“, sagt er.

Der Gruppenleiter Felix Wohlfahrt erklärt, der Zaubertrick sei nur ein kleiner Teil. „Vielmehr ist es die Präsentation. Man muss die Leute unterhalten, faszinieren und mitnehmen.“ Es kommt also auch darauf an, was man sagt, wie man sich bewegt und wie man guckt. Auch Musik kann Teil der Vorführung sein.

Das Präsentieren üben die Jugendlichen am Ende ihres Treffens auf der Bühne. Dabei schauen oft auch die erwachsenen Zauberer des Magischen Zirkels zu und geben Tipps. Das ist wichtig. Denn, wie Luis sagt: „Man kann es nie zu Ende gelernt haben. Du kannst es immer noch besser machen.“

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