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Das ist ja schrecklich peinlich!

25.04.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Scham ist ein Gefühl zum Davonlaufen und trotzdem wichtig für den Menschen

„Was hab ich nur getan“, denkt sich der Bär vielleicht und hält die Pfoten vors Gesicht. Am liebsten wäre er unsichtbar vor lauter Scham.  Foto: Fotolia
„Was hab ich nur getan“, denkt sich der Bär vielleicht und hält die Pfoten vors Gesicht. Am liebsten wäre er unsichtbar vor lauter Scham. Foto: Fotolia

Manchmal möchte man am liebsten im Boden versinken oder mit einem Fingerschnippen unsichtbar werden. So peinlich ist einem eine bestimmte Situation oder eine Tat, bei der man sich ertappt fühlt.

Das Gefühl, das sich hier meldet, heißt Scham. Es ist eines der stärksten Gefühle überhaupt, sagt Stephan Marks. Der Sozialwissenschaftler aus der badischen Stadt Freiburg muss es wissen. Denn er hat schon viele Bücher über das Thema Scham geschrieben und bietet dazu sogar Workshops für Jugendliche und Erwachsene an. Die lernen dann, wie sie mit diesem negativen Gefühl gut umgehen.

Doch was ist Scham eigentlich genau? „Scham ist ein Gefühl wie Trauer oder Wut“, erklärt der Fachmann. „Nicht jeder reagiert jedoch gleich darauf. Manche Leute werden rot im Gesicht. Andere fangen an zu schwitzen.“ Sicher kennt ihr auch den Wunsch, euch einzuigeln oder den Reflex, die Hände vors Gesicht zu halten, wenn euch etwas peinlich ist. „Es gibt aber auch Menschen, die aggressiv werden oder sogar ausrasten“, sagt Stephan Marks.

„Da erkennt man als Außenstehender oft gar nicht, dass hinter der Wut eigentlich Scham steckt.“ Und was löst das unangenehme Gefühl aus, zum Beispiel bei Schulkindern? „Häufig schämen sie sich, weil sie etwas von sich preisgeben, das sie lieber für sich behalten hätten“, sagt der Experte. Oft komme es auch vor, dass Mitschüler gemobbt würden, weil sie nicht so sportlich sind oder weil sie kein Geld für coole Klamotten haben. „Das mögen nur dumme Sprüche sein. Die Betroffenen kann das aber sehr beschämen und sie innerlich tief verletzen.“

Wie alle Gefühle hat auch Scham einen besonderen Zweck. „Sie schützt uns zum Beispiel davor, zu viel von uns preiszugeben“, erklärt Stephan Marks. Und wenn man sich für einen Fehler schämt? Dann gilt: Einfach zugeben! Aus Fehlern lernt man, etwa sie nicht zu wiederholen. (dpa)

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