Paulas Nachrichten

Das große Aufwachen nach dem Winter

04.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ist oft eisigkalt. Und abends wird es früh dunkel. Den Winter würden manche Menschen deshalb am liebsten weglassen. Da könnte man ganz neidisch auf Igel, Murmeltiere, Fledermäuse und Feldhamster werden. Diese Tiere können etwas, das Forschern noch immer große Rätsel aufgibt: Sie halten Winterschlaf. Dabei kommen sie monatelang fast ohne Nahrung aus.

Von März an, wenn es langsam wärmer wird, stecken Igel dann ihre Nasen wieder aus Laubhaufen und anderen Verstecken. In der Alpenregion kriechen Murmeltiere nach der Schneeschmelze aus ihrem unterirdischen Bau.

Die Haselmaus erwacht in ihrem Astloch. Und auch die Fledermaus fliegt an vielen Orten Deutschlands nachts wieder aus ihrem Versteck in alten Kellergewölben oder Höhlen. Der oft monatelange Schlaf im Winter hat den Tieren das Leben gerettet! Denn bei der Kälte hätten sie draußen kein Futter gefunden.

„Winterschlaf ist viel tiefer als normaler Nachtschlaf“, sagt der Biologe Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland - kurz NABU - aus Berlin. „Alle Organe arbeiten dann viel langsamer. Ein Mensch würde das nicht überleben.“

Tiere in ihrem Winterschlaf zu stören, ist keine gute Idee: Sie verbrauchen beim Aufwachen ungeheuer viel Energie, um zum Beispiel wieder wärmer zu werden. Das angefutterte Fettpolster aus dem Herbst reicht dann vielleicht nicht mehr für den Rest der kalten Zeit aus. Genug Nahrung können sie aber erst wieder im Frühling finden.

Wie schaffen es die Tiere, so lange zu schlafen? Das ist ein Trick der Natur. Beim Winterschlaf verlangsamen sich Atmung und Herzschlag. Ein Igel atmet dann nicht mehr 50 Mal in der Minute, sondern nur noch 1 bis 2 Mal. Das Herz schlägt pro Minute nicht mehr 200 Mal, sondern nur noch 5 Mal. Und die Körpertemperatur sinkt rapide - von rund 36 auf 8 Grad. Da wäre ein Mensch lange tot. Den Tieren spart dieses Herunterfahren aller Lebensfunktionen sehr viel Energie.“

Tiere in ihrem Winterschlaf zu stören, ist keine gute Idee: Sie verbrauchen beim Aufwachen ungeheuer viel Energie, um zum Beispiel wieder wärmer zu werden. Das angefutterte Fettpolster aus dem Herbst reicht dann vielleicht nicht mehr für den Rest der kalten Zeit aus. Genug Nahrung können sie aber erst wieder im Frühling finden.

Schon lange versuchen Wissenschaftler herauszufinden, wie Winterschlaf genau funktioniert. „Für Astronauten auf einem Flug zum Mars wäre Winterschlaf einfach genial“, sagt Julian Heiermann. Denn dann gäbe es keine Probleme mehr, ein Jahr oder länger in einem Raumschiff zu fliegen - und wieder zurück zur Erde.

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