Paulas Nachrichten

Das elektronische Auge misst mit

02.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vierschanzentournee: Videokameras helfen dabei, die Skisprungweiten zu bestimmen

In einem Affenzahn flitzt der Skispringer die hohe Sprungschanze hinunter. Fast sieht es so aus, als würde er am Ende des Schanzentisches kopfüber in die Tiefe stürzen. Doch plötzlich hebt der Skispringer ab und schwebt wie ein Adler durch die Luft. Sein Ziel: so weit wie möglich zu springen. Weiter als alle anderen Sportler bei der Vierschanzentournee!

So heißt ein wichtiger Wettbewerb, den es schon seit mehr als 60 Jahren gibt. Wie der Name schon sagt, findet er auf vier Schanzen statt. Zwei davon befinden sich in Deutschland, die anderen beiden in Österreich.

Los ging es am 30. Dezember auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf im Bundesland Bayern. Danach starteten die Springer von der mit 149 Meter höchsten Schanze, von der Großen Olympiaschanze bei Garmisch-Partenkirchen. Am 4. Januar geht es dann nach Österreich: erst nach Innsbruck und am 6. Januar dann weiter nach Bischofshofen.

An allen Schanzen sind Videokameras im Einsatz. Sie helfen beim Messen. Schließlich will jeder Springer wissen: Wie weit bin ich gesprungen? „Vier Kameras schauen schräg von vorn auf den Skispringer und nehmen ein Video von ihm auf“, erklärt der Skisprungexperte Hans Schmid aus Oberstdorf. „Die Kameras sind speziell eingestellt.“ Beim Einstellen der Kameras helfen rote Linien, die im Schnee zu sehen sind.

Die in bestimmten Entfernungen angebrachten Linien sind wichtig, weil man sie auf einem Bildschirm gut sehen kann. Vor dem Bildschirm sitzt ein Fachmann – der Weitenmesser. Ist ein Skispringer auf der Aufsprungbahn gelandet, bestimmt er mit Hilfe der Technik die Weite.

Um sich aber nicht nur auf die Technik zu verlassen, die auch mal versagen kann, sind zudem Menschen im Einsatz. „Auf der linken Seite steht alle drei, vier Meter eine Person und schaut, wo jemand gelandet ist“, erklärt der Fachmann. Diese Helfer achten dabei auf Schilder, die seitlich angebracht sind. Denn auf denen stehen die Entfernungen. Schließlich soll beim Messen nichts schiefgehen.

Wusstet ihr, dass nicht unbedingt der Skispringer die Vierschanzentournee gewinnt, der bei den einzelnen Wettbewerben am weitesten gesprungen ist? Denn beim Skispringen kommt es auch darauf an, wie der Sportler durch die Luft geflogen ist, also zum Beispiel wie seine Körperhaltung war. Zudem spielen auch die Landung auf der Aufsprungbahn und der Wind eine Rolle. Es ist also ganz schön kompliziert! (dpa)

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