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Damit die Fußballer gut trainieren – Krystian pflegt den Rasen

05.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In blauer Latzhose schreitet Krystian Kopec zielstrebig über den Rasen. Auf diesen Fußballplätzen in der Stadt Danzig in Polen kennt sich der 30-Jährige aus. Er ist einer der Platzwarte. Auf dem Gelände trainiert die deutsche Nationalmannschaft während der Europameisterschaft. Krystian mäht und bewässert dort den Rasen. Er spricht kein Deutsch und kein Englisch. Deshalb beantwortete er die Fragen der „dpa-Nachrichten für Kinder“ auf Polnisch. Und ein anderer Mann übersetzte, was er sagte.

Platzwart Krystian Kopec mäht und bewässert den Rasen.  Foto: Kristina Puck
Platzwart Krystian Kopec mäht und bewässert den Rasen. Foto: Kristina Puck

Was ist dein Job?

„Es geht um das Gras. Das müssen wir so erhalten, dass die Spieler die besten Bedingungen haben. Sodass sie sich zum Beispiel im Training nicht verletzen, wenn das Feld uneben ist. Sie brauchen auch den besten Rasen, um am besten spielen zu können.“

Wie oft mäht ihr den Rasen?

„Jeden zweiten Tag. Wir machen das mit einer Art kleinem Traktor.“

Was wäre schlimm daran, wenn ihr es nicht so oft machen würdet?

„Wir benutzen Düngemittel. Deswegen wächst das Gras ziemlich schnell – vor allem im Mai und Juni. Wenn wir es nicht mähen, wäre es ziemlich schnell richtig lang. Und das wäre nicht gut für die Fußballer.“

Was gehört noch zu deinen Aufgaben?

„Wir müssen auch darauf achten, dass im Gras keine Pilze oder Blumen wachsen. Und wir erzählen zum Beispiel auch den Fußballern, dass sie nicht mit ihren Getränken werfen oder sie auf den Rasen schütten sollen, weil das nicht gut für das Gras ist.“

Machst du denn noch etwas anderes, außer dich um den Rasen zu kümmern?

„Ich kümmere mich zum Beispiel auch um die vielen Sitze hier im Stadion. Das Stadion muss auch sauber gemacht werden, bevor die deutsche Nationalmannschaft zum Training kommt. Und wir kümmern uns auch darum, dass das Stadion keine Schäden hat. Das Stadion ist schon sehr alt, da muss manchmal etwas ausgebessert werden.“

Macht es dir Spaß, Platzwart im Fußballstadion zu sein?

„Ich mag es sehr. Denn die Leute können das Ergebnis meiner Arbeit sehen. Das Gras sieht beeindruckend aus. Und es ist ein großartiges Gefühl für mich, dass ich dazu beigetragen habe und dazu, dass die Mannschaften, die hier spielen, die besten Bedingungen haben.“

Freust du dich darauf, dass die deutsche Mannschaft kommt?

„Wir behandeln alle Mannschaften, die hier trainieren oder spielen, gleich. Aber das deutsche Team ist eine Weltklasse-Mannschaft. Ich freue mich sehr, dass wir sie hier zu Gast haben. Es ist eine große Chance für die Einwohner von Danzig, die Mannschaft hier in Aktion zu sehen.“

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