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Dächer in der Sprache

08.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

HAMBURG (dpa). Dächer sind für Menschen schon seit Ewigkeiten wichtig. Das merkt man auch in unserer Sprache. In mehreren Redewendungen oder Begriffen kommt heute das Wort Dach vor. Aber was steckt dahinter?

AUFS DACH STEIGEN: Du hast dich fürchterlich über jemanden geärgert und willst ihn zurechtweisen. Manche würden in so einer Situation sagen: „Dem steig ich aufs Dach.“ Diese Redewendung hat mit einem alten Brauch zu tun. Um jemanden zu bestrafen, kletterten Leute im Mittelalter auf dessen Dach und machten es kaputt.

DACHSCHADEN: Hierbei geht es häufig nicht um einen Schaden am Haus, sondern um Menschen. Eine Expertin erklärt: „Wenn also jemand einen Dachschaden hat, dann hat er eine Verletzung an seinem Kopf, ist also vermutlich nicht ganz bei Verstand.“

UNTER DACH UND FACH: Du musstest einen längeren Aufsatz schreiben. Wenn die Arbeit fertig ist, hast du sie unter Dach und Fach gebracht. Dafür musst du wissen: Manche Häuser in Deutschland wurden nach einer besonderen Bauweise gebaut. Sie heißen Fachwerkhäuser und haben ein Gerippe aus Holzbalken. Früher fuhren Bauern ihre Erntewagen in die Häuser und konnten sie dort in Ruhe ausladen. Sie haben die Ernte also unter Dach und Fach gebracht.

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