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Da kiekste, wa?

11.01.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wir stellen dir einige bekannte Dialekte vor. Heute: Berlinerisch.

BERLIN (dpa). Dit is ja jwd! Ähhh . . . wie bitte? Das letzte Wort kann man überhaupt nicht verstehen! Doch – kann man. Wenn man jeden Buchstaben einzeln spricht: JWD.

Damit meint der Berliner: janz weit draußen. Also außerhalb Berlins oder zumindest am Stadtrand. An diesem Ausdruck wird eine Besonderheit deutlich: Wer berlinert, spricht ein „g“ am Wortanfang wie ein „j“.

Allerdings berlinern nicht mehr allzu viele Leute. Das liegt daran, dass in der Hauptstadt inzwischen jede Menge Menschen aus anderen Gegenden Deutschlands wohnen. Außerdem galt der Berliner Dialekt lange Zeit als nicht schick – sondern eher als schlechtes Deutsch. Der Dialekt wird nicht nur in Berlin gesprochen. Sondern auch in der Gegend um die Hauptstadt, im Bundesland Brandenburg. Da kiekste, wa? Übersetzt: Da guckst du, oder? Höflich formuliert heißt das „Jetzt bist du aber überrascht?“. Der echte Berliner ist eher für seine direkte Art bekannt. Auf Leute aus anderen Teilen Deutschlands kann das unhöflich wirken. Wirklich unfreundlich gemeint ist es, wenn der Berliner jemandem einen „Fatzke“ nennt. Das ist ein Wort für einen Menschen, der eitel und sehr überzeugt von sich selbst ist.

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