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Corona-Krise in Portugal: Fieber messen beim Einkaufen

08.03.2021 05:30, Von Jacqueline Rother — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Land Portugal war besonders hart von Corona betroffen. Noch immer gelten dort sehr strenge Regeln. Wir haben mit einem Jungen gesprochen, wie er damit klarkommt.

Bernardo vermisst seine Freunde.  Foto: privat
Bernardo vermisst seine Freunde. Foto: privat

Bernardo fährt gerade nur in der Garage auf seinem Fahrrad. Auf die Straße soll er nicht. „Ich würde lieber im Park fahren“, erzählt der Junge. Er wohnt in dem Land Portugal. Dort gelten noch immer sehr strenge Corona-Regeln. Das war nötig, weil sich dort besonders viele Menschen mit dem Virus angesteckt hatten.

Die Kulisse der Universitätsstadt Coimbra ist hinter einem Schild zu sehen, das auf den Zugang zu einem Corona-Test-Zentrum hinweist. In Portugal gelten noch immer sehr strenge CoronaRegeln.  Foto: Jacqueline Rother
Die Kulisse der Universitätsstadt Coimbra ist hinter einem Schild zu sehen, das auf den Zugang zu einem Corona-Test-Zentrum hinweist. In Portugal gelten noch immer sehr strenge CoronaRegeln. Foto: Jacqueline Rother

Die Menschen in Portugal dürfen das Haus nur mit einem wichtigen Grund verlassen. „Ich gehe nur raus, um mit meiner Mutter die Hausaufgaben abzuholen“, erzählt der fünf Jahre alte Junge. Er geht in die Vorschule. Unterrichtet wird online.

Auch Restaurants, Kinos und Geschäfte in Portugal sind geschlossen. Wenn man in den Supermarkt geht, wird bei jedem Fieber gemessen und überall müssen die Menschen Masken tragen. Bernardo sieht seine Freunde und seine Großeltern im Moment nur über Video-Anrufe. Freunde oder Verwandte richtig zu treffen, ist nicht erlaubt.

Im Januar und Februar hatten sich besonders viele Menschen in dem Land mit dem Coronavirus angesteckt. Das war und ist immer noch ein Problem. Für die vielen schwerkranken Menschen gab es kaum noch freie Betten in Krankenhäusern. Es gab nicht genug Ärzte, um den vielen Kranken zu helfen.

Auch Bernardo steckte sich mit dem Virus an. „Zu Weihnachten habe ich mit meiner Mutter Plätzchen gebacken. Sie konnte sie nicht riechen oder schmecken und ging zum Arzt, der ihr sagte, dass sie das Virus hat“, erzählt er. „Dann haben sie mir auch ein großes Wattestäbchen in die Nase gesetzt, um nach dem Virus zu suchen.“

Bei Bernardo wurde das Coronavirus gefunden. „Ich habe nichts gespürt, das Virus hat mir nicht wehgetan.“ Aber er sei traurig gewesen, weil er deswegen die Weihnachtsfeier in der Schule verpasst habe. Bernardo und seine Mutter haben das Virus jetzt nicht mehr und sind wieder gesund.

Vor etwa einem Jahr hatte sich das Coronavirus in ganz Europa ausgebreitet. Deswegen musste Bernardo seinen fünften Geburtstag am 28. März ohne seine Freunde feiern. Für dieses Jahr wünscht er sich: „Ich will unbedingt, dass meine Freunde zu meiner Geburtstagsfeier kommen.“ Ob die Regeln dann nicht mehr so streng sein werden, weiß Bernardo nicht. Das entscheidet der Präsident von Portugal Mitte März.

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