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Brezeln aus Amerika

16.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(aw) Wenn die Kinder zum Maientag Brezeln von der Stadt bekommen, denkt man an Robert Reiner. Der ist vor über 110 Jahren von Nürtingen nach Amerika ausgewandert und mit einer Firma schnell sehr reich geworden. Aber er hat seine Heimatstadt nie vergessen. Nach dem Ersten Weltkrieg waren die Deutschen sehr arm. Da hat er den Nürtingern unter anderem 24 Kühe geschenkt, damit Kinder und Kranke Milch haben. Und er hat Geld für die Familien geschickt, deren Vater im Krieg gestorben war. Er hat auch Geld geschickt, damit die Kinder etwas am Maientag ausgeben können. Und nach dem Zweiten Weltkrieg, als wieder in Deutschland alles kaputt war und die Menschen sehr arm waren, hat er unter anderem Mehl geschickt, damit für die Kinder zum Maientag richtig tolle Brezeln gebacken werden konnten.

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