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Bloß nicht im falschen Moment sprechen

18.07.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

GARBSEN (dpa). Auf einem Tisch liegen lauter Reiskörner. Die willst du zählen. Wackelt aber jemand am Tisch, wird das viel schwieriger: Die einzelnen Körner lassen sich nicht mehr so einfach sehen.

Wenn man mit einem Rasterelektronen-Mikroskop arbeitet, muss man noch mehr aufpassen. Da das Gerät wahnsinnig kleine Dinge darstellen soll, reicht schon die unscheinbarste Bewegung, um eine Messung zu stören.

Der Forscher Torsten Heidenblut erklärt: „Für eine gute Messung sollten alle Fenster zu sein, die Klimaanlage ausgeschaltet, niemand läuft über den Flur. Und keiner spricht ein Wort.“ Denn beim Sprechen atmen wir Luft aus. Das bedeutet, die Luft um uns herum kommt ein wenig in Bewegung.

Selbst diese kleine Bewegung oder auch minimale Schwingungen des Bodens beim Gehen, nimmt das Gerät wahr. Dies kann die Bilder, die das Gerät erzeugt, verschlechtern. Doch die Arbeit kann sogar von außerhalb des Gebäudes gestört werden: „Wenn auf der anderen Straßenseite eine Baustelle ist und dort ein Bagger fährt, dann wackelt hier mein Bild“, fügt Torsten Heidenblut hinzu.

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