Paulas Nachrichten

Blonder Irokese: Kleiner Gibbon

27.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Zoo Osnabrück erkundet ein kleiner Gibbon gerade langsam sein Gehege. Er ist etwas älter als fünf Wochen. Seine blonden Haare stehen auf dem Kopf zu einer Irokesen-Frisur nach oben. Mit den großen Augen blickt das Junge umher.

So richtig allein flitzt der Affe noch nicht durch die Gegend. Meist klammert er sich eng an seine Mutter Lena. Deshalb konnten die Tierpfleger noch nicht herausbekommen, ob das Kleine ein Männchen oder ein Weibchen ist. Für Besucher ist es auch nicht leicht, den kleinen Gibbon überhaupt zu sehen. Denn er und seine Mutter haben die gleiche blonde Fellfarbe.

Würde das Junge dagegen an seinem Vater Jerry klammern, wäre es leicht zu erkennen. Denn der Vater hat schwarzes Fell. Das ist bei dieser Gibbon-Art, nämlich den Weißwangengibbons, ganz normal: Alle kommen blond zur Welt. Mit etwa zwei Jahren färbt sich ihr Fell dann langsam schwarz. Und an den Wangen entstehen auch die typischen weißen Flecken, nach denen die ganze Art der Weißwangengibbons benannt ist.

Männchen bleiben dann schwarz. Die Weibchen jedoch werden später wieder blond, wenn sie erwachsen werden. Auch die weißen Flecken an den Wangen kann man bei ihnen dann nur noch ganz schlecht erkennen.

Ein noch ungetauftes Weißwangengibbon-Baby sitzt im Zoo Osnabrück auf dem Arm von Gibbonweibchen „Lena“. Noch hat der kleine Blondschopf keinen Namen. Denn niemand weiß bisher, ob das Affenjunge ein Männchen oder ein Weibchen ist. Fotos: Friso Gentsch

Erwachsene Weibchen der Weißwangengibbons sind blond, nur die Männchen haben schwarzes Fell und deutliche weiße Wangen.

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