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„Bleib’ wie du bist!“

19.02.2021 05:30, Von Jonas-Erik Schmidt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Armin Maiwald ist Miterfinder der „Sendung mit der Maus“: Hier gratuliert er dem neugierigen Tier zum 50. Geburtstag

Sie klimpert mit den Augen, ist orange und größer als ein Elefant. Klar, es geht um die Maus! Am 7. März wird die „Sendung mit der Maus“ 50 Jahre alt. Miterfinder Armin Maiwald erzählt im Interview, wie sie sich verändert hat.

Armin Maiwald, Filmemacher, Autor und Miterfinder der „Sendung mit der Maus“. Die Maus ist seit 50 Jahren ein Superstar im Kinderfernsehen.  Foto: Rolf Vennenbernd
Armin Maiwald, Filmemacher, Autor und Miterfinder der „Sendung mit der Maus“. Die Maus ist seit 50 Jahren ein Superstar im Kinderfernsehen. Foto: Rolf Vennenbernd

50 Jahre! So alt werden Mäuse eigentlich nicht. „Die Sendung mit der Maus“ aber schon. Seit so vielen Jahren unterhält die Figur viele Kinder und auch Erwachsene mit ihren Lach- und Sachgeschichten. Am 7. März 1971 war die erste Sendung mit der Maus im Fernsehen zu sehen. Weil die Maus selbst nicht spricht, haben die dpa-Nachrichten für Kinder mit Armin Maiwald gesprochen. Denn er war von Anfang an dabei.

Herr, Maiwald, was wünschen Sie der Maus zum Geburtstag?

Dass sie so bleibt, wie sie ist. Dass sie neugierig bleibt und versucht, immer etwas Neues herauszukriegen. Sie darf nicht schlafmützig werden.

Was hat sich in der „Sendung mit der Maus“ mit der Zeit verändert?

Die Themen haben sich zum Beispiel verändert. Vor 50 Jahren gab es noch kein Handy. Fragen danach konnten damals also auch noch nicht gestellt werden. Wie sich die Welt verändert, so verändern sich auch die Fragen der Kinder.

Was war bisher die schwierigste Frage in der Sendung?

Schwierig war die Geschichte zur Frage, was passiert, wenn man stirbt. Ich habe darin meinen erfundenen Zwillingsbruder sterben lassen. Wir hatten lange überlegt, wie man so etwas darstellen kann. Der Tod ist ja ein Tabu-Thema. Dafür haben sich aber viele damals sehr bedankt.

Es gibt in der „Sendung mit der Maus“ ja auch noch den Elefanten und die Ente. Haben Sie ein heimliches Lieblingstier?

Tatsächlich den Elefanten. Weil der so schön klein und knubbelig ist. Und weil Elefanten angeblich so ein unendliches Gedächtnis haben. Sie sollen noch nach Jahrzehnten Menschen erkennen, die ihnen mal etwas Böses getan haben. So etwas finde ich gut. Ich bin zwar kein nachtragender Mensch, aber über ein relativ gutes Gedächtnis verfüge ich auch. Das ist vielleicht der Punkt, der mir den Elefanten am sympathischsten macht.

Wundern Sie sich manchmal darüber, wer alles „Die Sendung mit der Maus“ im Fernsehen schaut?

Ja. Ich habe mal eine Geschichte über Erdöl gemacht und wo es drinsteckt. Das hatte ich schon fast wieder vergessen, als ich damals in einen Intercity stieg. Dort kam dann ein älterer Herr auf mich zu und sagte: „Sind Sie nicht der, der ,Die Sendung mit der Maus‘ macht?“ Ich sagte: „Ja, warum?“ Es stellte sich heraus, dass er ein Professor für Physik war. Er meinte, er nutze den Film im Unterricht für seine Studenten.

Was würden Sie gerne noch erklären?

Die nächste Frage, die auf mich zukommt.

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