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Bitte einmal zum Mond – und wieder zurück!

19.07.2014 00:00, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Als die Mond-Mission startete, wusste man noch sehr wenig über den Himmelskörper

Drei Raumfahrer, Raketen und eine Flagge. So könnte man diese berühmte Reise beschreiben. Vor 45 Jahren war es so weit: Der erste Mensch betrat den Mond.

Der US-Astronaut Edwin Aldrin wird von seinem Kollegen Neil Armstrong (im verspiegelten Visier zu erkennen) bei seinen ersten Schritten auf dem Mond fotografiert (Archivfoto vom 20. Juli 1969). Bevor der erste Mensch den Mond betrat, wusste man nicht viel über den Himmelskörper.  Foto: NASA
Der US-Astronaut Edwin Aldrin wird von seinem Kollegen Neil Armstrong (im verspiegelten Visier zu erkennen) bei seinen ersten Schritten auf dem Mond fotografiert (Archivfoto vom 20. Juli 1969). Bevor der erste Mensch den Mond betrat, wusste man nicht viel über den Himmelskörper. Foto: NASA

BERLIN. Es war ein Tag im Mai 1961, vor mehr als 50 Jahren. Da hielt der Präsident des Landes USA eine Rede. Er sagte ungefähr Folgendes: Ich finde, wir sollten einen Menschen zum Mond schicken! Er soll dort mit einem Raumschiff landen und wieder sicher auf die Erde zurückkehren. Das Ganze, so fand der Präsident, sollte innerhalb der nächsten neun Jahre passieren.

Wow! Bis dahin war gerade ein einziger amerikanischer Raumfahrer im Weltall gewesen. Und das auch nur kurz. Das Raumschiff umrundete damals nicht einmal komplett die Erde. Nun sollte es gleich zum Mond gehen?

„Das war eine gewaltige Idee – und äußerst mutig“, sagt der Forscher Ralf Jaumann. Viele Fachleute stellten sich den Flug zum Mond ziemlich einfach vor. Sie dachten: Das schaffen wir schon – irgendwie. „Sie hatten keine Vorstellung von den Problemen oder den Gefahren. Deshalb waren sie wohl auch so mutig“, verrät der Fachmann. Aber sie schafften es!

Apollo 11

Am 16. Juli 1969 stiegen drei Raumfahrer in eine riesige Rakete und düsten mit viel Lärm davon. Ihre Namen waren Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins.

Sie waren die Mannschaft der Apollo-11-Mission.

Drei Tage reisten sie mit ihrem Raumschiff durch das Weltall. Dann erreichten sie ihr Ziel. Den Mond, endlich! Nun mussten sich die drei Raumfahrer voneinander trennen. Denn nicht alle konnten auf den Mond hinunter.

Michael Collins blieb als Pilot im großen Raumschiff zurück. Er sauste auf einer Umlaufbahn immer wieder um den Mond und wartete auf die Rückkehr seiner Kollegen. Neil Armstrong und Buzz Aldrin stiegen in die Mondfähre. Das war ein kleines, leichteres Raumschiff. „Das wurde in einer Art Kofferraum des großen Raumschiffes mitgebracht“, verrät der Experte.

Die Mondfähre im Kofferraum

Die Mondfähre wurde extra für die Landung auf dem Mond gebaut. Denn das Problem war: Die Raumfahrer mussten den Mond wieder verlassen. Mit dem großen, schweren Raumschiff hätte das nicht geklappt. Man hätte riesige Raketen dafür gebraucht und jede Menge Antrieb. Sonst wären sie vom Mond nicht weggekommen. Schuld daran ist seine Anziehungskraft. Mit dem kleinen Raumschiff war das einfacher.

Computer-Probleme und die Steuerung von Hand

Doch beinahe wäre die Landung schiefgegangen: Denn die Mondfähre war zu schnell unterwegs und auch der Computer machte Probleme. Dadurch sausten sie an ihrem geplanten Landeplatz ein Stück vorbei. Doch die Raumfahrer behielten die Nerven. Sie steuerten die Fähre von Hand – und sie schafften es. Sie landeten am 20. Juli 1969 sicher auf dem Mond, im sogenannten Meer der Ruhe. „Da war auch eine Riesenportion Glück dabei“, sagt Ralf Jaumann.

Am 21. Juli, morgens in der Früh, war es dann so weit. Der erste Mensch setzte seinen Fuß auf den Mond. Es war Neil Armstrong. Er sagte damals einen berühmten Satz: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit.“

Keine Zeit zum feiern

Aber die Raumfahrer hatten keine Zeit, um lange zu feiern. Sie mussten arbeiten. Zum Beispiel sollten sie Proben aus dem Boden nehmen und mehrere Kilogramm Steine einsammeln. Sie machten Messungen und sammelten Daten. Auch eine Flagge der USA stellten die beiden Raumfahrer auf.

Doch diese soll umgefallen sein, als das Raumschiff wieder vom Mond abhob. Ein paar Tage später landeten die Astronauten wieder sicher auf der Erde. Ein riesiges Abenteuer war zu Ende gegangen.

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