Paulas Nachrichten

Bilder wie im Traum - Paul Klee malte ganz besonders

06.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Traum sieht die Welt oft ganz anders aus als sonst: oft ganz bunt und durcheinander. Die Bilder von Paul Klee zeigen solche Träume. Darauf sind zum Beispiel große Gesichter mit schiefen Augen zu sehen und Häuser aus vielen bunten Bausteinen. Oder eine Katze, auf deren Kopf ein Vogel sitzt: Die Katze träumt vielleicht gerade davon, den Vogel zu jagen. Und wenn wir das Bild anschauen, können wir ihren Traum sehen.

Paul Klee war ein Träumer. Der deutsch-schweizerische Künstler malte nicht einfach ab, was er sah. Er benutzte seine Fantasie, um zu zeichnen. Mit seiner Kunst wollte er zeigen, dass in der Natur mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Deshalb zeichnete er gern mit bunten Farben und experimentierte mit Strichen, Linien und Formen. Er verwendete verschiedene Stifte, Wasserfarben oder auch mal Tinte. Für ihn war das Zeichnen fast wie ein Spiel. Mit diesem Spiel wurde er berühmt.

Dabei wäre er beinahe Musiker geworden statt Maler. Paul Klees Eltern wollten das gern, denn seine Mutter war selbst Sängerin. Sein Vater war Musiklehrer. Sie schickten ihn als Kind zum Geigenunterricht und Paul beherrschte das Instrument bald sehr gut. Er konnte aber genauso gut zeichnen. Oft malte er kleine Bilder in seine Schulhefte und Lehrbücher. Nach seinem Abitur traf Paul die Entscheidung selbst: Er wollte malen!

Mehrere Tausend Bilder hat er im Laufe seines Lebens geschaffen. Besonders gern zeichnete Paul Klee Dinge aus der Natur: Landschaften, Erde, Wasser und vor allem Tiere. Es gibt zum Beispiel viele Bilder von ihm, auf denen Fische oder Vögel zu sehen sind. Gemalt sind sie auf seine besondere Art: oft mit bunten Farben und vielen Linien. Er mochte auch echte Tiere und hatte Haustiere. Seine Lieblingskatze Bimbo durfte ihm oft beim Malen zuschauen, so wird es erzählt.

Der Künstler hat nicht nur selbst Werke geschaffen. Er gab sein Wissen auch weiter und unterrichtete Studenten. Er wurde zum Beispiel Lehrer an der Kunst-Hochschule „Bauhaus“ in Dessau im Osten Deutschlands. Dafür zog er extra mit seiner Frau Lily und seinem Sohn Felix dorthin. Später ging er aus Deutschland zurück in die Schweiz, wo er auch geboren und aufgewachsen ist. Bevor er mit 60 Jahren starb, malte er noch einmal viele Bilder. Diese waren ernster als seine früheren. Denn Paul Klee hat in seinem Leben auch Schlechtes erlebt – einen großen Krieg etwa, in dem er Soldat war. Dann wurde seine Kunst später in Deutschland verboten. Außerdem wurde er krank.

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