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Bewegte Spielfiguren auf großen Bühnen

11.06.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Figurentheater gibt es seit vielen Tausend Jahren. Davon erzählen uralte Höhlenzeichnungen und Berichte aus dem antiken Griechenland. In Deutschland begeisterten im Mittelalter durchs Land ziehende Schauspieltruppen die Menschen auf Jahrmärkten mit ihren Figuren. Der Spaßmacher war damals Hans Wurst, ein frecher Kerl. Er war der Vorgänger des heutigen Kasper. Er durfte selbst den reichsten Herrschern die Meinung sagen.

Die „Augsburger Puppenkiste“ ist sehr bekannt.  Foto: Elmar Herr/Augsburger Puppenkiste/dpa
Die „Augsburger Puppenkiste“ ist sehr bekannt. Foto: Elmar Herr/Augsburger Puppenkiste/dpa

Den Kasper gibt es auch in anderen Ländern. In England heißt er zum Beispiel Mister Punch. Der Kasper gehört immer zu den Guten in einem Stück. Manchmal ist seine Rolle die eines Besserwissers.

Puppenspiel funktioniert mit ganz verschiedenen Figuren. Bei vielen steckt die Hand oder auch nur ein Finger des Spielers oder der Spielerin im Kopf der Puppe: bei der Fingerpuppe, der Handpuppe, der Klappmaulfigur oder bei der Sockenpuppe.

Beim Schattenspiel werden die Figuren meistens mithilfe eines Stabs hin und her bewegt. Beim Marionettentheater sind sie über Fäden mit der Spielperson verbunden. Berühmt für ihre Marionetten ist die „Augsburger Puppenkiste“.

Eine andere Form des Puppenspiels arbeitet mit Masken. Die Maske verbirgt das Gesicht des Spielers oder der Spielerin. Sie verwandelt ihn oder sie in einen anderen Menschen oder in eine andere Figur.

Puppentheater kann man in vielen Orten auf der Bühne erleben. Manche Stücke kommen auch ins Fernsehen oder ins Kino wie die „Sesamstraße“ oder die „Muppet Show“. Außerdem gibt es auch Museen, die mehr zur Welt von Kasper und den anderen Figuren erzählen. dpa

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