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Besonderer Schutz für besondere Orte

07.10.2020 05:30, Von Kristina Marth — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Naturschutzgebiet soll oft seltene Tier- und Pflanzenarten schützen

In manchen Gegenden Deutschlands werden Landschaft, Tiere und Pflanzen besonders geschützt. Menschen sollen hier möglichst achtsam mit der Natur umgehen. Dafür gibt es spezielle Regeln und Gesetze. Diese Gebiete heißen Naturschutzgebiete.

Das Schild klärt über die Regeln auf, die in dem Naturschutzgebiet gelten. Zum Beispiel dürfen Hunde nicht frei herumlaufen. Foto: Kristina Marth/dpa
Das Schild klärt über die Regeln auf, die in dem Naturschutzgebiet gelten. Zum Beispiel dürfen Hunde nicht frei herumlaufen. Foto: Kristina Marth/dpa

GIESSEN. Ein Dreieck in den Farben Grün und Weiß mit einem Adler darauf. Oder ein gelbes Fünfeck mit einer Eule: Wer beim Spaziergang solche oder ähnliche Schilder entdeckt, befindet sich meist in einem Naturschutzgebiet. Christian Geske erklärt den „dpa-Nachrichten für Kinder“, was das genau bedeutet. Er ist Experte für Naturschutz und arbeitet im Bundesland Hessen in einer Behörde für Umwelt und Naturschutz.

Herr Geske, was genau ist ein Naturschutzgebiet?

Ein Naturschutzgebiet ist ein Bereich in der Landschaft, in dem besondere Tiere und Pflanzen vorkommen. Besonders sind diese, weil es sie nur ganz selten oder an wenigen Stellen in Deutschland gibt. Oder sie gefährdet sind und nicht aussterben sollen. Auch das Gebiet selbst kann ganz besonders sein: Besonders schön, besonders gut erhalten oder aber besonders typisch für unser Land.

Kann alles zum Naturschutzgebiet erklärt werden?

Ja, grundsätzlich können ganz verschiedene Landschaften zu Naturschutzgebieten werden. Das gilt für Teile der Natur, die schon bevor es Menschen gab, so waren, wie sie jetzt sind, wie bestimmte Wälder oder Moore. Oder auch Gebiete, die erst durch Menschen so wurden, wie zum Beispiel bunte Blumenwiesen.

Seit wann gibt es eigentlich Naturschutzgebiete?

Der Begriff Naturschutzgebiet wurde in Deutschland zum ersten Mal 1920 offiziell genutzt, also vor hundert Jahren. Als erstes solches Gebiet galt damals das Neandertal, wo der Neandertaler, der Urmensch aus der Steinzeit, gefunden wurde. 1935 gab es dann erstmals ein Naturschutzgesetz für das gesamte Land.

Was für Regeln gelten in einem Naturschutzgebiet?

Was in so einem, Gebiet erlaubt und was verboten ist, hängt immer davon ab, was genau geschützt werden soll. Normalerweise ist es zum Beispiel verboten, die Wege zu verlassen oder in Gewässern zu baden.

Man darf auch keine Pflanzen oder Pilze pflücken oder die Tiere in solchen Gebieten stören. Auch Reiten ist in der Regel verboten und Hunde müssen angeleint werden.

Wer legt fest, was denn zum Naturschutzgebiet gemacht wird und welche Regeln dort gelten?

Wer das festlegt, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Zuständig sind dafür verschiedene Behörden. Grundsätzlich müssen die sich aber natürlich an das halten, was in den Gesetzen steht. Ob alle Menschen die Vorschriften in Naturschutzgebieten beachten, wird dann auch kontrolliert. Dafür gibt es oft ehrenamtliche Mitarbeiter, die zum Beispiel Schutzgebietsbetreuer oder Naturschutzwacht heißen. Außerdem schauen auch Försterinnen und Förster immer mal nach dem Rechten.

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