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Beim Töpferkurs: Aus Matscherei werden Mäuse

06.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Runde Ohren, eine kugelige Nase und ein dünner Ringelschwanz: Aus der grauen Masse hat Jasmin zwei Mäuse geformt. „Die stelle ich mir zu Hause in ein Regal in meinem Zimmer“, erklärt die Achtjährige. Die Mäuse hat Jasmin aus Ton gebastelt. Sie geht in einen Töpferkurs.

Töpfern – das ist das Formen von Figuren oder Gefäßen aus Ton: Tiere, Tassen, Schalen oder Vasen zum Beispiel. Der Ton ist weich, man kann ihn formen wie Knete. Aber wie wird daraus dann eine Tasse, aus der man trinken kann? Oder eine Vase, in der Blumen im Wasser stehen und aus der das Wasser nicht heraussickert?

Um das zu erreichen, kommt das Material in der Regel in den Ofen. Es wird bei sehr hohen Temperaturen gebacken – „gebrannt“ sagt man beim Töpfern. Das können Temperaturen um etwa 1000 Grad Celsius sein. Dann ist der Ton sehr hart und stabil. Wasser kann ihm nichts mehr anhaben. Deshalb kann man getöpferte Sachen sogar in der Küche benutzen oder in den Garten stellen.

Vor dem Brennen muss der Ton trocknen. Und er wird oft glasiert: Man pinselt ihn mit einer speziellen Flüssigkeit ein. Der macht die getöpferten Stücke bunt. Nach dem Brennen glänzen sie dann schön und sind wasserfest. Das alles braucht seine Zeit: Jasmin muss einige Wochen warten, bis sie die Mäuse mit nach Hause nehmen kann. Die Schülerin besucht jede Woche ihren Töpferkurs in Berlin. Dort gibt es eine Töpfer-Werkstatt. Auf einem großen Tisch steht der Ton. Er kann hell sein, rötlich oder dunkelgrau. Außerdem liegen viele Werkzeuge herum: Spatel, mit denen man kleine Teile formen kann. Und Pinsel, mit denen die Glasur aufgetragen wird. Nach zwei Stunden Töpfern sind Jasmins Hände dunkelgrau. Im Gesicht kleben ein paar Tonstücke. Töpfern ist eine ganz schöne Matscherei. „Aber das ist nicht schlimm“, sagt Jasmin. „Das kann man mit Wasser alles wieder abwaschen.“

Getöpferte Figuren und Gefäße aus Ton Foto: Juliane Gringer

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