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Beim Karate: sich begrüßen und verneigen

11.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine Faust schnellt nach vorn, die andere ist an den Körper gezogen. Und dabei einen Schritt vor. Weißt du schon, worum es geht? Um Karate. Diesen Sport machen Jule und Kacper. Wir haben sie zum Training begleitet.

Das Bild zeigt Kacper und Jule beim Karatetraining. Foto: Till Felix Hoffmann
Das Bild zeigt Kacper und Jule beim Karatetraining. Foto: Till Felix Hoffmann

„Rei“, ruft Karate-Lehrerin Katrin Hoffmann. 14 Schüler stehen ihr in weißen Jacken und Hosen und mit verschiedenfarbigen Gürteln in einer Turnhalle gegenüber. Alle lassen sich auf die Knie nieder und verbeugen sich voreinander. Jetzt kann das Kampfsport-Training beginnen!

„Rei ist Japanisch“, erklärt der neunjährige Kacper Kowalczyk. Wenn er das Wort im Training hört, verbeugt er sich vor seiner Lehrerin. Seit drei Jahren schon ist Kacper ein Karateka. So werden die Schüler genannt. Nach der Begrüßung wärmen sich alle auf. „Danach kommt der beste Teil vom Training“, findet Kacper. Denn dann stehen oft die Katas auf dem Programm. Eine Kata ist eine festgelegte Abfolge von Bewegungen, die man hintereinander macht. Dabei tun die Schüler so, als ob sie gegen jemanden kämpfen.

Die heutige Kata heißt Taikyoku Shodan. Wieder stellen sich alle in einer Reihe auf und machen auf Kommando einen Schritt nach links. Dabei strecken sie den Arm nach unten. Mit dieser Bewegung würden sie im Kampf zum Beispiel einen Tritt abwehren. Anschließend gehen die Karateka einen Schritt nach vorn und machen einen Stoß mit der Faust.

Kacper macht im Training auch ein paar Partner-Übungen mit der sieben Jahre alten Jule Greven. Kacper tritt geradeaus, Jule wehrt den Tritt mit dem rechten Arm ab. Das sieht gefährlich aus. „Ist es aber nicht“, erklärt Trainerin Katrin, „denn bei allen diesen Übungen lernt man, den richtigen Abstand zum Partner zu wahren. Oder den Angriff vor dem Partner zu stoppen.“

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