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Beide Füße am Brett – Emma lernt snowboarden

31.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emma hat das grün gemusterte Brett cool unter ihren rechten Arm geklemmt. Mit Schal, Helm und Skibrille trotzt die Zehnjährige dem Schnee, den ihr der Wind ins Gesicht bläst.

Sie läuft auf die drei Jungen zu, die mit ihr lernen, Snowboard zu fahren (gesprochen: snoouboad). Sie freut sich: Sie fahren endlich mit dem Lift auf den Hang hinauf. Die erste echte Abfahrt steht an.

Am ersten Tag lernten die vier erst einmal, überhaupt auf dem Board stehen zu bleiben. Denn das ist nicht so einfach – auch wenn Emma da einen kleinen Vorteil hat. „Vom Gleichgewicht her ist das wie auf dem Waveboard“, sagt sie. „Damit bin ich im Sommer viel gefahren.“ Und Ski fährt sie auch schon seit fünf Jahren.

Anders als bei ihrem Waveboard oder den Ski sind ihre Füße nun aber beide auf dem einen Brett festgeschnallt. Sie kann nicht einfach absteigen oder einen Schritt zur Seite machen, um einen Sturz abzufangen. „Gestern bin ich vier Mal aufs Steißbein gefallen. Das tat schon weh“, erzählt sie.

Dabei ist sie am ersten Tag noch nicht viel gefahren. Mit dem Snowboardlehrer ging es langsam los: Erst einmal einen Fuß in die vordere Bindung und Roller fahren – also mit dem freien Fuß abstoßen und dann ein bisschen weiterrutschen. Später beide Füße festschnallen und mit dem Board im Kreis hüpfen.

Erst als sich alle auf ihren Boards wohlfühlen, stapfen sie den Hang ein paar Meter hoch. Dann rutschen sie ihn langsam wieder hinunter. Das Brett steht dabei quer zum Hang, der Blick geht ins Tal, die Füße drücken die Hinterkante des Boards in den Schnee. Nun den Druck etwas lösen – schon rutscht das Board einen halben Meter den Hang hinab. Huch, wird das schnell! Sofort drückt Emma wieder fester auf die Kante und versucht, dabei nicht umzukippen.

Heute lernen die Kinder, mit dem Lift zu fahren. Einer der Jungen hängt sich zu sehr in das Seil, das ihn den Hang hinaufziehen soll – und fällt zu Boden. Emma steht zu sehr auf der rechten Kante und fährt dadurch vom Lift weg. Schnell springt der Lehrer ihr zur Seite und bringt sie wieder in die richtige Spur.

Oben wartet die nächste Herausforderung: die erste Kurve. Emma fährt mit Blick ins Tal schräg die Piste hinab. Dabei streckt sie ihren linken Arm vor sich aus, wie der Lehrer es ihr gezeigt hat. Dann dreht sie ihren Körper langsam nach rechts, bis sie den Berg hinaufschaut. Dadurch dreht sich auch das Board. Vor Freude über ihre erste Kurve fällt sie zwar gleich darauf in den Schnee. Aber das gehört dazu.

Richtig ausgerüstet

Wer snowboarden will, braucht nicht nur ein Board und passende Schuhe. Auch Helm, Handschuhe und wasserfeste Kleidung sind wichtig.

Denn vor allem Anfänger verbringen viel Zeit im Schnee – und ein nasser Po kann einem den Spaß schnell verderben. Schon zum Anschnallen des Snowboards setzen sich die meisten Anfänger hin. Denn sonst rutscht das Board schnell weg. Aber nicht jeder Schnee-Kontakt ist freiwillig. Einmal auf die falsche Kante gekommen und – plumps – liegt der Boarder mit der Nase im Schnee. Oder er fällt nach hinten um, weil er zu stark gebremst hat.

Damit der Kopf bei solchen Stürzen geschützt ist, sollte jeder Snowboarder einen Helm tragen.

Vor allem am Anfang braucht man viel Geduld beim Snowboarden. Fotos: Judith Pulg

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