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Bären als Filmstars - "Bruno" im Fernsehen

12.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Filmhelden sind zottelig und naschen besonders gern Gummibären: Derzeit wird ein Film über den Braunbären „Bruno“ gedreht. Und die Hauptrolle spielen natürlich Bären. Wenn die Tiere ihre Arbeit vor der Kamera gut gemacht haben, bekommen sie Leckerli als Belohnung: gesunde Apfelscheiben oder eben Gummibärchen.

Der Film „Der Bär ist los!“ wird im österreichischen Tirol, in den Bergen um den Achensee, produziert. Dort war der echte Braunbär „Bruno“ unterwegs. Er wurde vor zwei Jahren in Bayern erschossen, weil er frech in die Siedlungen von Menschen marschierte. Er raubte Bienenstöcke aus und fraß Hühner und Schafe.

Die Behörden hatten Angst, dass er einen Menschen anfallen könnte, wenn er zum Beispiel beim Honiglecken überrascht würde.

Im Film wird Bärenmann „Bruno“ von zwei Bärinnen gespielt. Sie sind kleiner als männliche Tiere. Das passt für „Bruno“. Denn er war erst zwei Jahre alt und noch nicht ausgewachsen.

Die Fernseh-Bären heißen „Trapper“ und „Fabienne“ und sind neun und 14 Jahre alt.

Sie gehören zum Zirkus Paul Busch. Das heißt: Sie sind es gewöhnt, zu tun, was ihr Tiertrainer will. Trotzdem haben sie vorsichtshalber einen Lederriemen ums Maul. Jedenfalls dann, wenn viele unbekannte Menschen um sie herum sind: die Schauspieler, Kameraleute und Helfer. Der Maulkorb ist locker genug, dass die Tiere fressen können. Aber so eng, dass sie nicht richtig zubeißen können. Obwohl nur die Bärinnen vor der Kamera stehen, sind am Drehort noch drei andere Bären dabei: „Conan“, „Ying“ und „Yang“.

Der Tiertrainer wollte sie nicht zu Hause lassen: Die fünf leben im Zirkus nämlich zusammen. Wenn sie getrennt werden, geht es ihnen nicht gut.

Frei lebende männliche Bären sind Einzelgänger. Aber in Gefangenschaft knuddeln sie gerne. In ihrem Schlafwagen liegen die Bären manchmal so eng beisammen, dass drei aussehen wie einer, sagt Tiertrainer-Assistent Gerhard Eppich. Außerdem haben die Bären einen „Badewagen“ mit einer großen Badewanne – sie baden sehr gerne.

Anders als in Wirklichkeit gibt es im Film ein glückliches Ende: Der Fernseh-„Bruno“ überlebt durch eine List. Seine Geschichte läuft vermutlich im Frühjahr im Fernsehen.

Der echte Bär steht dagegen inzwischen längst ausgestopft in einem Museum in München.

Die Schauspieler Harald Krassnitzer, Nadeshda Brennicke und die achtjährige Bärin „Trapper“: Die drei drehen gerade den Fernsehfilm „Der Bär ist los“ am Achensee in Österreich. In der Geschichte machen alle Jagd auf den Bären „Bruno“. Den gab es wirklich, er wurde am Ende erschossen. Foto: Volker Dornberger

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