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Aus ouge wurde Auge

10.07.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie sich die Sprache verändert hat seit dem Mittelalter

(dpa) Wenn man ein Gedicht von Walther von der Vogelweide hört, kommt einem die Sprache irgendwie seltsam vor. Sie klingt fremd und gleichzeitig auch ein bisschen vertraut. Kein Wunder, denn er schrieb seine Texte auf Mittelhochdeutsch. „Das ist eine ältere Form unserer heutigen Sprache“, erklärt Ricarda Bauschke. Gesprochen und geschrieben wurde die mittelhochdeutsche Dichtersprache vor rund 800 Jahren. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Sprache aber gewandelt. Zum Beispiel veränderten sich die Vokale, das sind die Laute A, E, I und U. Aus dem mittelhochdeutschen „zît“ wurde das Wort „Zeit“, aus „hûs“ wurde Haus, und aus „ouge“ wurde Auge.

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