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Aus dem Slum in die Schule

22.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Lehrer aus dem Armenviertel

Philip Spenner weiß, was Armut bedeutet. Als er ein Kind war, lebte er auf der Straße, in den Slums der Hauptstadt des Landes Kenia in Afrika. Ein Slum ist ein Armenviertel. Mit zwölf kam er dort dann in ein Waisenheim. Seine Eltern kennt er nicht. Aber Philip Spenner hatte Glück.

Philip Spenner, Lehrer, Autor und Gründer der Hilfsorganisation Kanduyi Children, aufgenommen während eines dpa-Interviews. Spenner wuchs als Straßenkind in Kenia auf und setzt sich heute mit einer eigenen Hilfsorganisation für Bildung in Kenia ein.  Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Philip Spenner, Lehrer, Autor und Gründer der Hilfsorganisation Kanduyi Children, aufgenommen während eines dpa-Interviews. Spenner wuchs als Straßenkind in Kenia auf und setzt sich heute mit einer eigenen Hilfsorganisation für Bildung in Kenia ein. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

HAMBURG (dpa). Ein Mann aus Hamburg zahlt für ihn Geld, damit er zur Schule gehen kann. Das war für ihn das Größte, erzählt er. Er gab sich richtig viel Mühe. „Ich war ein Streber, wollte immer der Beste sein.“ Mit 20 Jahren kam Philip Spenner dann nach Hamburg und wurde Lehrer.

Bei seiner Arbeit helfe ihm seine Vergangenheit, erzählt er. Seinen Schülern will er klar machen: Um erfolgreich zu sein, kommt es nicht auf die Herkunft an. „Ich möchte den Schülern die Möglichkeit geben, an sich zu glauben“, sagt er.

Außerdem hat Philip Spenner einen Verein gegründet und unterstützt nun auch Kinder in Kenia, damit sie zur Schule gehen können. Viele von ihnen sind mittlerweile selbst Ärzte, Lehrer oder Anwälte.

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