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Aufs Skateboard und los!

12.08.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lässig und cool fährt der zwölfjährige Bruno eine hohe Rampe mit seinem Skateboard runter. Immer und immer wieder. „Das macht Spaß! Wenn man einmal angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören“, sagt er. „Skateboardfahren ist besser als Inlineskaten, weil man mehr Tricks machen kann. Man kann das Board unter den Füßen bewegen.“

Der bekannteste Trick ist der Ollie: durch einen Tritt auf den hinteren Teil – das Tail – schießt das Board hoch. Und man springt so in die Luft. Bruno kann auch den Backside 180. „Man macht einen Ollie und dreht sich dabei um 180 Grad“, erklärt er. Das Skateboardfahren hat ihm sein Onkel gezeigt. Und er wiederum zeigt es seinem Freund Alen. Der ist auch zwölf.

Dass man gelernte Tricks anderen zeigt, ist so eine Art Ehrenkodex unter Skateboardern, meint der Skateboard-Verkäufer Philipp Bach. „Wenn du lernen willst, wie man Skateboard fährt, gehst du hin, wo andere Skater sind, und guckst und fragst“, rät der 22-Jährige. Er selbst fährt auch Skateboard, und seine Skateboarder-Freunde sind für ihn wie eine Familie. Es ist mehr als nur ein Sport für ihn, und er findet es toll, dass so viele unterschiedliche Leute durchs Skateboardfahren zusammenkommen. „Ich habe auch schon mal jemanden im Anzug skaten sehen“, erzählt er.

Bruno hat vor fünf Monaten mit dem Skaten angefangen und seither auch schon viele Leute kennengelernt. „Alle sind nett zueinander“, findet er. Trotzdem gibt es unter den Skateboardern auch verschiedene Gruppen, die sich oft durch ihre Lieblingsmusik und Kleidung voneinander abgrenzen. Es gibt zum Beispiel die Hip-Hopper, die Rock-’n’-Roller und die Elektroskater. „Ich mag am liebsten Rap und R’n’B“, sagt Bruno noch kurz. Dann ist er auch schon weg, unterwegs zur nächsten Rampe.

Zwei Jungen stehen auf Skateboards. Der bekannteste Skater-Trick ist der Ollie: durch einen Tritt auf den hinteren Teil – das Tail – schießt das Board hoch. Und man springt so in die Luft. Foto: Mirja Pape

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