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Auf Rollen fliegen

31.03.2021 05:30, Von Jacqueline Rother — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Inlineskating ist ein toller Sport – Man sollte ihn aber nur mit Schutzkleidung ausüben

Fahren, springen, gleiten: Jo Zenk ist einer der besten Inlineskater Deutschlands. Er wünscht sich, dass sein Sport wieder mehr Menschen begeistert. Dabei könnte die Corona-Krise ihm helfen.

BERLIN. Was hat acht Rollen und kann fliegen? Ein Inlineskater! Mit Fliegen vergleicht Jo Zenk das Gefühl vom Fahren auf den Skates. „Inlineskaten ist doch das Nächste an Flügel haben, was man sich vorstellen kann“, schwärmt er.

Die Lösung des Rätsels links unten
Die Lösung des Rätsels links unten

Wer selbst schon einmal mit Skates auf glattem Asphalt unterwegs war, weiß, was er meint. Jo Zenk fliegt aber auch tatsächlich ein Stück durch die Luft. Zum Beispiel, wenn er Treppenstufen runterspringt oder Tricks in der Halfpipe (gesprochen: Haafpaip) zeigt.

Jo Zenk ist 30 Jahre alt und einer von Deutschlands besten Inlineskatern. Mit sechs ist er zum ersten Mal auf Inlineskates gefahren. „Ich bin früher am Skatepark immer vorbeigegangen, weil der sehr zentral war“, erzählt er. „Und ich fand das immer ziemlich toll, was die Leute da gemacht haben.“

Und irgendwann hat er einfach mitgemacht. Als er zehn Jahre alt war, hat er dann an seinem ersten kleinen Wettbewerb teilgenommen. Seitdem hat er viel geübt. Mit Erfolg! Mehrere Meisterschaften hat er gewonnen. Und auch bei Wettkämpfen mit Skaterinnen und Skatern aus anderen Ländern ist er erfolgreich.

Jo Zenk würde sich wünschen, dass seine Sportart in Deutschland als Profi-Sport angesehen wird. Er versucht, sie wieder bekannter zu machen. Vor 30 Jahren war Inlineskating super beliebt. Es war damals ein richtiger Trend. Die Corona-Krise sorgt jetzt dafür, dass sich wieder mehr Menschen auf die Rollen stellen. „Während des Lockdowns haben viele Leute wieder angefangen, Inliner zu fahren“, sagt Jo Zenk. Weil Sporthallen geschlossen sind, machen viele Leute draußen Sport. Da bietet sich das Inlineskaten an. Jo Zenk freut sich darüber.

Für ihn ist Inlineskaten eine Art Kunst. Es gibt keine Vorschriften und keine festgelegten Tricks. Ob du links herum oder rechts herum fährst, über einen Stein springst oder dich um dich selbst drehst: „Keiner kann sagen, das ist schlecht. Wenn es sich für dich gut anfühlt, dann ist es richtig“, sagt Jo Zenk. Um erfolgreich zu sein, sei Durchhaltevermögen nötig. Das heißt: Nicht aufgeben!

Jo Zenk rät jedem, der das Inlineskaten ausprobieren möchte: „Einfach anfangen. Vorwärts und rückwärts fahren ist die Basis.“ Spaß sei das Wichtigste. Für den Anfang brauche man auch keinen Skatepark. „Du legst einfach einen Stock auf den Boden und springst darüber“, rät Jo Zenk. Aber eins nicht vergessen: die Schutzausrüstung. Denn jeder fällt mal hin, auch die Profis.

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