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Auf nach Amerika

08.09.2014 00:00, Von Silke Fokken — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine Gruppe von Engländern segelte nach Amerika

PLYMOUTH (dpa). Es ist fast wie eine Reise mit einer Zeitmaschine: knapp 400 Jahre zurück. Ein Segelschiff mit einer weißen Blume am Heck liegt im Hafen von Plymouth an der Ostküste der USA. Es ist ein Nachbau der berühmten „Mayflower“ (gesprochen: Mäflaua). Damit landeten im November des Jahres 1620 die sogenannten Pilgerväter in Amerika. Das waren rund 100 Männer, Frauen und Kinder aus England.

An Bord laufen Frauen mit altmodischen Hauben herum. „Ich heiße Dorothy“, erzählt eine. Sie ist Schauspielerin und tut so, als wäre sie eine Engländerin von damals. Die Besucher dürfen ihr Fragen stellen. Wie die Reise war? „Furchtbar“, sagt Dorothy. „Wir waren alle seekrank.“ Zwei Monate waren die Menschen auf dem Meer. „Wir hoffen auf ein besseres Leben in Amerika“, sagt Dorothy.

Die Pilgerväter gehörten zu den ersten Menschen aus Europa, die in Amerika ein neues Leben anfangen wollten. Sie hofften auf eigenes Land und mehr Freiheit als in ihrer Heimat. Sie wollten Land bebauen, genug zu essen haben und sich keine Vorschriften mehr zu ihrer Religion machen lassen. Ganz anders als in England. Sollte sich das erfüllen?

Museumsdorf

Ein Museumsdorf in Plymouth zeigt, wie die Pilgerväter wenige Jahre nach ihrer Ankunft in Amerika leben, im Jahr 1627. In einfachen Hütten aus Holz, mit kleinen Gärten. Die Menschen dürfen ihren eigenen Glauben haben. Sie bauen Gemüse an und halten Tiere, um genug zu essen zu haben. Erst nach und nach wurde das Leben besser. Bis heute gilt die Ankunft der Pilgerväter als wichtiger Anfang für den Aufbau des heutigen Amerikas.

Aber die Geschichte hat auch eine andere Seite. Amerika war damals keineswegs unbewohnt. Plymouth hieß eigentlich Patuxet. Dort lebte der Stamm der Wampanoag. Die Ureinwohner halfen den Siedlern auch beim Überleben. Aber nach und nach kamen immer mehr Engländer. Die Europäer behandelten die Wampanoag als hätten sie weniger Rechte. Es kam zu Kämpfen. Letztlich wurden viele Ureinwohner vertrieben oder getötet. Mit ihrer Freiheit war es für lange Zeit vorbei.

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