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Auf der Suche nach Fußball-Talenten

12.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fußball schauen ist Dirk Diekmanns Beruf. Der 47 Jahre alte Mann ist auf Sportplätzen unterwegs und beobachtet junge Kicker beim Spielen. Er ist auf der Suche nach großen Talenten.

Wenn der Mann mit dem kurzen Bart an der Seitenlinie steht, sieht er aus wie ein normaler Zuschauer. Doch Dirk Diekmanns Aufgabe ist es, Talente zu finden. Also Jungen, die so gut sind, dass sie eines Tages vielleicht Fußballprofi werden können. Er ist Talent-Scout (gesprochen: Talent-Skaut).

„Als Scout muss man eine Vision davon haben, was aus einem Spieler in ein paar Jahren werden kann“, sagt Diekmann. Nur weil jemand mit zwölf Jahren die meisten Tore in seiner Mannschaft macht, reicht das noch lange nicht zum Profi.

Dass er für den Bundesliga-Verein Bayer Leverkusen arbeitet, verrät weder eine Jacke noch eine Mütze oder ein Schal. Dirk Diekmann könnte auch einfach ein Papa sein, der seinen Sohn auf den Sportplatz begleitet hat. „Man erkennt Scouts nicht“, sagt Diekmann. Manchmal ist er einer von Hunderten Zuschauern. Ab und zu sehen sich außer Diekmann aber nur rund 30 andere Leute das Spiel an. Vom Spielfeldrand aus achtet Diekmann auf viele Kleinigkeiten. Wie groß oder klein ist ein Spieler? Schießt er den Ball mit dem linken oder rechten Fuß? Kann er sich im Zweikampf oft durchsetzen? Hat er eine gute Technik und ist er schnell? Wie geht er mit seinen Mitspielern um? Läuft er einem verlorenen Ball hinterher? All das ist interessant und wird aufgeschrieben. Später überträgt der Scout die gesammelten Informationen in ein Computerprogramm. Da kann er dann jederzeit nachschauen, wenn er einen bestimmten Spieler sucht.

Gefällt Dirk Diekmann ein Nachwuchs-Kicker richtig gut, bekommt er von Leverkusen eine Einladung zum Probetraining. Dann darf er mit der Jugendmannschaft seiner Altersklasse mittrainieren und zeigen, wie gut er ist. Das ist dann aber schon nicht mehr die Aufgabe von Dirk Diekmann. Wie es vom Probetraining an weitergeht, entscheidet vor allem der zuständige Jugendtrainer.

Wie viele Bundesliga-Spieler er schon entdeckt hat, möchte Dirk Diekmann nicht erzählen. Er verrät nur, dass es ziemlich viele sind. Auch zu Spielern aus der aktuellen Mannschaft von Bayer Leverkusen hat er vor langer Zeit Kontakt aufgenommen. Scouts verraten nicht viel über ihre Arbeit – schließlich soll kein anderer Verein wissen, wen sie gerade beobachten. Und wer vielleicht der nächste Fußballprofi wird.

Wie groß oder klein ist ein Spieler? Schießt er den Ball mit dem linken oder rechten Fuß? Kann er sich im Zweikampf oft durchsetzen? Auf so etwas achtet ein Talent-Scout. Foto: Jens Wolf

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