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Paulas Nachrichten

Auch Paula stellt die Uhren um

24.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

in dieser Woche wollte ich mich mit dem Andreas verabreden. Für nächste Woche. Da hat er nämlich Urlaub. Und wenn er Urlaub hat, spielen wir miteinander. Das ist sehr schön. Vor allem, wenn es draußen kalt und stürmisch ist und wir es im Haus richtig kuschlig haben. Wir haben dann gleich für Sonntagnachmittag um 15 Uhr etwas ausgemacht.

Ich wollte dann wieder gehen. Der Andreas hat mir noch hinterhergerufen: „Ach, Paula, und vergiss nicht, dass dann die Sommerzeit vorbei ist! Sonst kommst du zu früh – und ich bin gar nicht da!“

Ich bin stehen geblieben, habe mich umgedreht und habe ihn mit meinen Entenäuglein riesig angestarrt. „Wie Sommerzeit? Es ist doch klar, dass der Sommer schon lange vorbei ist“, habe ich geschnattert. Ein bisschen beleidigt war ich schon. Ich dachte, er hält mich für ein bisschen blöde.

Aber der Andreas hat abgewunken: „Aber Paula. Die Sommerzeit hat doch nichts mit dem Sommer zu tun!“

Das habe ich erst recht nicht verstanden. Er hat das gemerkt und hat gleich weitergeredet: „Also ein bisschen was hat sie schon mit dem Sommer zu tun. Aber sie gilt schon vom Frühling bis hinein in den Herbst.“

Ich habe natürlich immer noch geschaut wie ein Auto. „Das musst du mir jetzt aber erklären, Andreas!“, habe ich gesagt.

Und das hat er dann auch gemacht: „Also, pass auf, Paula! Eigentlich haben wir hier in Europa eine ganz normale Uhrzeit. Die hängt von der Sonne ab. Wir nennen diese Zeit Mitteleuropäische Zeit. Die Abkürzung ist MEZ. Irgendwann mal sind die Menschen auf die Idee gekommen, das Tageslicht besser auszunützen. Also haben sie sich entschieden, die Sommerzeit einzuführen.“

„Wie das denn?“, wollte ich wissen. „Haben die denn einfach der Sonne gesagt, sie soll länger scheinen?“

Das war natürlich ein Witz, aber der Andreas hat trotzdem geantwortet: „Natürlich nicht! Sonst hätten wir ja auch nie schlechtes Wetter! Oder Paula? Das haben sie ganz einfach gemacht. In der warmen Jahreszeit wird einfach die Uhr eine Stunde vorgestellt. Wenn du also um 7 Uhr morgens aufstehst, ist es laut Sonne eigentlich erst 6 Uhr. Aber das ist ja egal, weil ja im Sommer die Sonne viel früher aufgeht. Aber wenn es abends zum Beispiel 22 Uhr ist, ist es noch hell. Denn die Sonne steht eigentlich erst bei 21 Uhr. Dann kann man länger draußen sein. Das ist doch toll, Paula!“

Ich habe kurz überlegt und festgestellt, dass das stimmt. Aber der Andreas hatte doch gesagt, dass die Sommerzeit jetzt aufhört. „Und warum gilt die Sommerzeit dann jetzt nicht mehr?“, habe ich gefragt.

„Das ist ganz einfach“, hat der Andreas gemeint. „Wenn du morgens um 7 Uhr aufstehst und es ist eigentlich noch 6 Uhr, ist es ja im Herbst und im Winter noch dunkel. Das wäre ja blöd! Deshalb wird die Uhr am letzten Oktoberwochenende in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 3 Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Du solltest das nicht vergessen!“

„Das ist ja eine tolle Sache!“, habe ich gesagt.

Doch der Andreas hat gemeint: „Ja, eigentlich schon. Aber es sind nicht alle Leute davon begeistert. Manche regen sich über die Uhrenumstellung auf. Sie sagen, dass sie sich nicht so schnell daran gewöhnen können. Und dass sie dann immer müde und grantig sind.“

Das konnte ich nicht verstehen: „Man schläft ja sowieso nicht jeden Tag gleich lang. Das ist doch Quatsch!“

Aber der Andreas hat das nicht ganz so gesehen: „Weiß du, Paula, da ist schon etwas dran. Der Körper passt sich eben dem Rhythmus von hell und dunkel an. Denn früher haben wir ja noch in Höhlen gelebt und waren viel im Freien. Bei den Steinzeitmenschen gab’s ja kein elektrisches Licht. Wir können das nicht steuern, wie der Körper auf hell und dunkel umstellt. Er stellt dann Stoffe her, die ihm helfen, aufzuwachen. Oder auch einzuschlafen. Und wenn dann die Uhr einen anderen Rhythmus vorgibt, kann das schon zu Problemen führen. Das ist wie beim Fliegen. Wenn man weit wegfliegt, ist man danach auch immer müde.“

„Ach je“, habe ich gemeint. „Und dann fliegst du andauernd in den Urlaub? Und so oft nach Amerika! Bist du denn da immer grantig und müde?“

„Nein, nein, Paula“, hat er gesagt. „Aber das mit dem Jetlag ist eine andere Geschichte. Die erzähle ich dir ein anderes Mal.“ Ich habe das komische Wort gar nicht verstanden. Aber ich werde den Andreas gleich mal danach fragen – und euch davon berichten! Eure Paula

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