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Ardi – das älteste Skelett eines Urmenschen

31.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Forscher waren völlig aus dem Häuschen, als sie die Knochen von Ardi entdeckten. Ardi ist der Spitzname für das älteste Skelett eines Urmenschen, das je gefunden wurde. Die Urmenschenfrau lebte vor etwa 4,4 Millionen Jahren.

Die ersten Knochenreste gruben Wissenschaftler schon vor mehreren Jahren in Äthiopien in Ostafrika aus. Doch sie erzählten nicht jedem gleich von ihrem Fund. Sie mussten zum Beispiel zuerst die Knochensplitter mühsam richtig zusammensetzen. Viele Knochen fanden sie nicht. Aber es waren genug, um etwas über die ganz frühen Menschen zu erfahren. Die älteste Urfrau, von der man bisher wusste, hat den Spitznamen Lucy. Ihre versteinerten Knochen sind etwa 3,2 Millionen Jahre alt. Beide Skelette wurden nur wenige Kilometer voneinander entfernt entdeckt. Die meisten Forscher sind sich einig, dass Ardi und Lucy Frauen waren.

Und sie fanden heraus: Ardi und ihre Artgenossen konnten schon auf zwei Beinen laufen. Das überraschte die Wissenschaftler. Bisher dachten viele, dass die Urmenschen erst damit anfingen, als sie auf weiten Flächen lebten. Denn dort wachsen keine Bäume. Und wenn man in die Ferne schauen will, muss man sich so hoch wie möglich aufrichten. Doch Ardi lebte noch in einer Gegend mit vielen Bäumen. Ihre Füße waren aber schon flach und konnten ihr ganzes Gewicht tragen. Doch lange Strecken konnte sie noch nicht laufen. Sie hangelte sich noch oft wie ein Affe durch die Bäume. Allerdings konnte Ardi das schon nicht mehr so gut wie ihre Vorfahren. Denn zum Beispiel ihre Füße waren nicht mehr so beweglich. Die Urmenschenfrau Ardi war als Erwachsene etwa so groß und so schwer wie heute ein Grundschulkind. Sie war noch am ganzen Körper behaart und ernährte sich vermutlich von Früchten, Blättern und vielleicht auch manchmal von Fleisch. Die Entdeckung ist auch deshalb eine Sensation, weil die Forscher noch viele andere Versteinerungen fanden: zum Beispiel von Papageien, Stachelschweinen, Bären, Urpferden, Giraffen und Nashörnern. Auch versteinerte Pflanzenreste waren dabei. Deshalb wissen die Wissenschaftler jetzt viel besser, wie die Welt in Afrika früher ausgesehen hat.

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