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Arbeit in schwindelnder Höhe: Baumpfleger

14.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ruckelt ein bisschen. Dann schwebt Manuel Brockmann auf einer Arbeitsbühne in die 120 Jahre alte Buche. Sein Kollege unten auf dem Weg wird immer kleiner. Manuel arbeitet in einer Höhe, da könnte einem mulmig werden: Der 29-Jährige ist Baumpfleger bei der Stadt Dortmund im Bundesland Nordrhein-Westfalen. „Ich habe immer eine tolle Aussicht, aber schwindelfrei muss man schon sein“, sagt er.

Da oben ist es ziemlich wackelig. Die Arbeitsbühne schwebt 22 Meter über dem Boden. Das ist ungefähr so hoch wie ein Haus mit sieben Stockwerken. Manuel muss aufpassen, dass ihm keine Äste ins Gesicht schlagen. Aber das ist er gewohnt. Er klappt das Visier seines Arbeitshelms runter und nimmt sich die Motorsäge. Mit einem lauten Surren wirft er die Säge an und schneidet trockene Äste aus der großen Buche. Bunte Blätter und Bucheckern rieseln auf den Weg und landen neben den alten Ästen.

„Wir wollen den Baum erhalten“, erklärt sein Kollege. Deshalb müssen die toten Äste weg. Sie sind eingetrocknet, weil sie im Inneren des Baumes sitzen und wenig Licht bekommen. „Solche Äste sind gefährlich“, sagt der 40-Jährige. Wenn ein bisschen Wind kommt, könnten sie abbrechen und jemandem auf den Kopf fallen.

Die Arbeit der Baumpfleger kann auch gefährlich sein. Aber bisher ist noch nichts passiert, sagt Manuel. Trotzdem hat er schwere Schuhe an und trägt Helm, Ohrenschützer und eine spezielle Hose. Die ist aus einem Stoff, durch den keine Motorsäge kommt. Der Nachteil: Sie ist ziemlich schwer. Überhaupt braucht man als Baumpfleger ganz schöne Muckis. Wenn er wieder festen Boden unter den Füßen hat, muss Manuel die kaputten Äste zu einem Häcksler schleppen. Der schreddert die Äste klein und spuckt sie in hohem Bogen auf einen Anhänger.

Manuel Brockmann arbeitet in schwindelerregender Höhe: Der 29-Jährige ist Baumpfleger bei der Stadt Dortmund. Foto: Katharina Heimeier

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