Paulas Nachrichten

Applaus für den Wuschelkopf Beethoven

28.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Was für ein Wuschelkopf! Dass Ludwig van Beethoven ein berühmter Musiker war, sah man ihm nicht an: Er rasierte sich nicht gern und kämmte sich selten. Die Haare standen ihm oft vom Kopf ab – und er trug unmoderne Kleidung. Aber trotzdem kennen Leute auf der ganzen Welt heute den Komponisten Ludwig van Beethoven.

Seine Stücke sind häufig laut und gewaltig. Sie reißen die Leute in den Konzertsälen mit. Vor allem seine großen Orchester-Stücke – also die Sinfonien – sind toll.

Ludwigs Vater Johann, selbst ein Sänger, wollte, dass sein Sohn so berühmt wird wie der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart. Als Ludwig im Jahre 1770 in Bonn geboren wurde, war Mozart 14 Jahre alt – und schon als Wunderkind bekannt. Ludwig musste also auch früh Klavier, Orgel und Flöte lernen.

Sein Vater soll streng gewesen sein. Er ließ ihn sehr viel üben. Als Ludwig mit vier Jahren noch nicht an die Tasten des Klaviers reichte, wurde er auf einen Stuhl gestellt, um zu spielen. So wird es erzählt. Mit sieben gab er bereits ein Konzert vor Publikum.

Ein paar Jahre später durfte der Junge nicht mehr zur Schule gehen. Ludwig sollte nur noch Musik machen. 1782 veröffentlichte Ludwig van Beethoven seine ersten eigenen Musikstücke. Und er musste früh seine Familie mit Geld unterstützen – wohl weil sein Vater zu viel Alkohol trank.

Als der Musiker etwas über 20 war, zog er nach Wien. Er kannte die Stadt in Österreich, weil er früher schon dort war. Wien galt als richtige Musikstadt, in der viele Musiker lebten und wo Konzerte stattfanden. Der junge Mann mochte Wien und blieb dort sein ganzes Leben. Er wurde Schüler von Joseph Haydn, einem anderen Komponisten. Als Beethoven die ersten Male auftrat, waren alle begeistert: Seine Musik war etwas Neues.

Beethoven konnte nicht nur interessante Stücke erfinden. Er konnte auch richtig gut Klavier spielen. Und war ein Meister im Improvisieren. So nennt man es, wenn ein Musiker ohne Noten einfach drauflosspielt.

Beethoven wurde taub

Wusstest du, dass der Musiker Ludwig van Beethoven lange krank war? Besonders seine Ohren machten ihm Probleme. Und das ist für einen Musiker furchtbar. Er konnte als Erwachsener immer schlechter hören – und wurde sogar taub. Beethoven machte aber trotzdem weiter Musik. Bis kurz vor seinem Tod arbeitete er als Klavierspieler und Musikschreiber.

Dabei soll ihm zum Beispiel ein Holzstab geholfen haben. Es heißt: Der war an einer Seite an seinem Klavier festgemacht – und Beethoven nahm die andere Seite zwischen die Zähne. Wenn er spielte, vibrierte der Stab mit. An diesem zarten Zittern konnte Beethoven die Töne unterscheiden, so wird berichtet. Warum der Komponist kaputte Ohren hatte, ist nicht sicher. Manche vermuten, dass er mal eine Ohrenentzündung hatte, die nicht richtig behandelt wurde.

Ludwig van Beethoven (hier eine zeitgenössische Darstellung) war ein großer Musiker. Er erfand Stücke und spielte gut Klavier.

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