Paulas Nachrichten

Andocken an die ISS

04.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit fast 30 000 Kilometern pro Stunde schießen sie um die Erde – die Internationale Raumstation ISS und die Raumkapsel Sojus. Und wenn die Sojus-Kapsel an die ISS andockt, muss alles passen: Dann zählt jeder Zentimeter. Die Sojus-Kapsel umrundet die Erde 32 Mal, bevor sie die ISS trifft. Jedes Mal steigt sie ein bisschen höher. Bei der 31. Runde nimmt das automatische Andocksystem die Arbeit auf. Dabei vergleicht es ständig die eigene Lage und die der ISS – sowie die Entfernung zum Ziel. In Runde 32 kommt die ISS in Sicht. Nun schwirrt die Raumkapsel zunächst unter der Raumstation durch. Dann geben die Raumfahrer Gas: Dadurch steigt die Kapsel über die ISS. Danach lassen sie die ISS unter sich vorbeiziehen und sinken genau in die Flugbahn der Station. Von hinten stoßen sie dann an die ISS.

Und das läuft so: Eine lange Stange mit einem Gewinde – ähnlich wie eine Schraube – dringt in eine Öffnung der ISS ein. Drinnen öffnet sich die Stange. Dann dreht sie sich wie eine Schraube fest. Und die Kapsel rückt an die ISS heran, bis sie festsitzt. Dabei verbinden sich dann auch Stecker und Schläuche. Die sorgen zum Beispiel dafür, dass der Druck im Inneren von ISS und Sojus zueinanderpassen.

Dieses Manöver dauert etwa zwei Stunden. Wenn alles geklappt hat, leuchten in der Raumkapsel und der ISS grüne Lichter auf. Das heißt dann: Alles klar! Nun öffnet sich die Luke. Dahinter wartet die Besatzung der ISS schon auf ihre Kollegen.

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