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Anders essen, um Lebensräume zu schützen

13.05.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Obst, Gemüse und Nüsse zu essen ist nicht nur gesund. Es schützt auch die Artenvielfalt auf unserer Erde.

Was gibt es heute zu essen? Diese Frage interessiert dich vermutlich jeden Tag. Unsere Ernährung betrifft aber nicht nur uns Menschen, sie beeinflusst auch unseren Planeten. Experten von der Umweltschutzorganisation WWF haben sich angeschaut, wie sich unsere Essgewohnheiten auf die Natur auswirken.

In einer neuen Studie haben sie speziell auf die Biodiversität geguckt. Das ist ein Fachwort für die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Doch diese Vielfalt ist zurückgegangen. Tier- und Pflanzenarten sterben aus, etwa weil ihre Lebensräume zerstört oder verschmutzt werden. „Diesen Trend hat der Mensch in Gang gesetzt“, sagt die Expertin Tanja Dräger. Unser Ernährungssystem sei dabei die größte Bedrohung. „Wie wir uns in Deutschland ernähren, hat Einfluss auf die Biodiversität in Deutschland und weltweit“, sagt die Fachfrau. Lebensmittel kommen schließlich auch aus anderen Ländern zu uns.

Die Studie zeigt: Den größten Einfluss haben tierische Lebensmittel, also Fleisch, Eier oder Käse. Der Grund dafür ist, dass man super viel Fläche benötigt, um Futtermittel für Tiere anzubauen. Das ist vor allem Soja. Dann folgen Mais und Weizen. Fast alles Soja, das auf der Welt angebaut wird, wird an Tiere verfüttert. Zu den größten Anbauländern gehört Brasilien. Gerade dort leben besonders viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Weil zum Beispiel durch den Soja-Anbau enorm viel Fläche benötigt wird, verlieren sie ihren Lebensraum und sterben aus.

Aber wie können wir uns gesund ernähren, ohne die Erde zu überlasten? Dazu müssten wir unser Ernährungssystem umstellen. Am besten geht das, wenn wir deutlich weniger tierische Produkte essen oder ganz darauf verzichten. Stattdessen sollten die Menschen mehr Nüsse oder Hülsenfrüchte essen. „Die Ergebnisse zeigen ganz deutlich, dass wir mit der Art unserer Ernährung einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Lebensräume leisten können“, sagt die Expertin. dpa

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