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Amelie muss zur Dialyse

31.03.2018, Von Lisa Krassuski — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bei Nierenkrankheiten ist diese Behandlung oft die einzige Rettung

Jeden Montag, Mittwoch und Freitag fährt Amelie ins Krankenhaus. Die 13Jährige bekommt dort eine spezielle Behandlung. Denn Amelies Nieren sind krank.

Fakten über die Nieren Grafik: C. Goldammer

KÖLN. Amelie sitzt zurückgelehnt in einem Sessel. Über ihren Beinen liegt eine kuschelige Decke, vor ihr ein Tisch mit Getränk, Knabberzeug und Kopfhörern. Sie hat es sich möglichst gemütlich gemacht. Denn sie darf in den nächsten vier Stunden nicht aufstehen!

Amelie ist 13 Jahre alt. Sie wohnt in einer kleinen Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. In ihrer Freizeit trifft sie sich gerne mit ihren Freunden. Sie hört gerne Pop-Musik und liebt Pferde. „Dienstags und samstags reite ich. Und auch donnerstags gehe ich manchmal in den Stall“, erzählt sie.

Aber drei Nachmittage in der Woche hat Amelie dafür keine Zeit. Denn dann muss sie ins Krankenhaus zu einer speziellen Behandlung. Die heißt Dialyse (gesprochen: Dialüse). Denn als Amelie sechs Jahre alt war, stellten Ärzte fest: Ihre beiden Nieren sind krank.

Die Nieren sind Organe in unserem Bauch mit wichtigen Aufgaben: Unser Körper braucht regelmäßig Nährstoffe und Wasser. Deshalb essen und trinken wir. Das Problem ist: Bei der Verarbeitung der Nahrung im Körper entstehen auch Stoffe, die giftig sind. Sie gelangen ins Blut.

Die Nieren filtern die Gifte aus dem Blut heraus. Außerdem filtern sie Flüssigkeit heraus, die wir getrunken haben, aber nicht brauchen. Alles zusammen wird mit dem Pipi ausgeschieden.

Was passiert, wenn die Nieren nicht mehr funktionieren? „Dann wird man nach und nach vergiftet“, sagt die Kindernierenärztin Christina Taylan. „Außerdem bleibt das ganze Wasser, das man getrunken hat, im Körper. Man fühlt sich dann sehr schlapp und bekommt dicke Beine und dicke Finger.“

So war es auch bei Amelie. Die Ärzte beschlossen daher: Eine Maschine muss die Aufgabe ihrer Nieren übernehmen. Sie heißt Dialyse-Maschine.

Dreimal die Woche geht Amelie in ein besonderes Nieren-Zentrum im Krankenhaus und wird an die Maschine angeschlossen. Über einen Schlauch wird ihr Blut in die Maschine gepumpt. Dort werden Giftstoffe und Wasser herausgefiltert. Das gereinigte Blut wird über einen anderen Schlauch wieder zurück in Amelies Körper geleitet.

Während der Dialyse kann Amelie nicht aufstehen. Denn sie hängt ja an der Maschine. „Am Montag kommt eine Lehrerin, die mit uns Hausaufgaben macht und am Mittwoch eine Frau, die mit uns musiziert. Außerdem gibt es Internet“, erzählt die 13-Jährige. Trotzdem ist ihr dort auch langweilig. Außerdem findet sie es doof, dass sie wegen der Dialyse weniger Zeit mit ihren Freunden verbringen kann.

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