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„Am Anfang war ich als Autorin echt chaotisch“

08.10.2021 05:30, Von Antje Ehmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gina Mayer macht selten nach einer Geschichte Schluss. Wer ihre Bücher und die Figuren darin mag, kann immer wieder neue Geschichten über sie lesen. Denn die Autorin schreibt viele Buch-Reihen. Darüber berichtet sie im Gespräch.

Gina Mayer weiß, wie man eine gute Buch-Reihe schreibt.  Foto: Ravensburger/dpa
Gina Mayer weiß, wie man eine gute Buch-Reihe schreibt. Foto: Ravensburger/dpa

Sich Geschichten ausdenken, die immer weitergehen: Das kann die Autorin Gina Mayer besonders gut! „Die Schattenbande“, „Der magische Blumenladen“, „Die Pferdeflüsterer-Academy“ oder „Die Schule für Tag- und Nachtmagie“ – alles Reihen, die sie geschrieben hat. Wie schafft sie es, dabei die Übersicht zu behalten? Diese und andere Fragen beantwortet Gina Mayer im Interview.

Frau Mayer, wird es für Sie von Band zu Band schwerer oder leichter, die Geschichten zu erzählen?

Der erste Band ist für mich immer der schwerste. Da muss ich alle Personen, Räume und Abläufe erschaffen und in Fantasy-Geschichten sogar die ganze Welt. Ab Band zwei wird es leichter. Und irgendwann habe ich alles im Kopf und es wächst in alle Richtungen weiter.

Gibt es für jede Figur eine Art Spickzettel oder wie schaffen Sie es, nicht durcheinanderzukommen?

Am Anfang war ich als Autorin echt chaotisch und hab einfach drauflosgeschrieben. Und ab Band zwei begann dann das große Nachforschen. Hatte die Figur XY schon einen Nachnamen, wann ist der Hund der Nachbarin weggelaufen und wie hieß noch mal der Mathelehrer? Das passiert mir nun viel seltener. Ich führe nämlich eine Datei, in die ich alle Details haarklein notiere. Wenn man das einmal ordentlich macht, gerät man nicht mehr ins Schleudern.

Was kann man in einer Serie erzählen, was man in einer einzelnen Geschichte nicht erzählen kann?

Man hat einfach mehr Zeit, die Geschichte und die einzelnen Charaktere kennenzulernen und zu entwickeln. Spannende Nebenfiguren können im Verlauf auf einmal ganz wichtig werden. Und ich kann Dinge wieder aufgreifen, die in einem früheren Band zu kurz gekommen sind.

Und welche Nachteile gibt es dabei?

Den Termindruck. Ich habe ja ständig Abgabetermine und muss die Texte rechtzeitig liefern, damit es weitergeht. Außerdem ist es echt schwer, eine Reihe aufzugeben. Ich liebe sie doch alle!

Haben Sie die Gesamtgeschichte genau im Kopf und wissen, was drei Bände später passieren wird, oder ergibt sich das nach und nach?

Na ja, am Anfang ist es eher ein Herantasten. Aber irgendwann bin ich drin im Kosmos der Geschichte und hab die Bilder im Kopf. Dachte ich zumindest – bis mein japanischer Übersetzer mal ganz genau wissen wollte, wie der magische Blumenladen von innen aussieht. Beim Grundriss-Zeichnen ist mir aufgefallen, dass ich den Laden nicht in jedem Band exakt gleich beschrieben habe. Im Laufe der Geschichte ist eine Tür aufgetaucht, die am Anfang noch nicht da war. Scheint aber sonst keiner gemerkt zu haben.

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