Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Alte Werkzeuge nachbauen

26.05.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Scherben oder Knochen ausgraben – so was machen Archäologen normalerweise. So wollen sie möglichst viel darüber herausfinden, wie die Menschen vor vielen vielen Jahren gelebt haben. Mathias Mehofer ist auch Archäologe, aber seine Arbeit sieht oft ein bisschen anders aus.

Durch langes Schmieden mit großen Hämmern machen die Forscher Eisen geschmeidig, damit es verwendet werden kann. Nach mehrtägigen Arbeiten sind daraus mehrere Messer geworden. Der Griff ist aus Geweih und musste ebenfalls aufwendig hergestellt werden. Diese nachgemachten Messer werden nun benutzt, u
Durch langes Schmieden mit großen Hämmern machen die Forscher Eisen geschmeidig, damit es verwendet werden kann. Nach mehrtägigen Arbeiten sind daraus mehrere Messer geworden. Der Griff ist aus Geweih und musste ebenfalls aufwendig hergestellt werden. Diese nachgemachten Messer werden nun benutzt, u

Er und seine Kollegen bauen uralte Fundstücke nach und testen sie. Dazu gehören zum Beispiel Werkzeuge, Kochgeschirr oder in besonderen Fällen auch ganze Häuser. Mathias Mehofer betreibt experimentelle Archäologie. dpa-Nachrichten für Kinder erzählte er, worauf es dabei ankommt.

Was genau macht denn ein experimenteller Archäologe?

Er versucht, durch richtige Experimente herauszufinden, wie beispielsweise ein sehr altes Werkzeug damals entstanden ist. Oder wie die Menschen es benutzt haben. Manchmal werden bei Ausgrabungen alte Messer gefunden. Wir bauen diese dann nach. So versuchen wir auch herauszukriegen, wie lange so etwas gedauert hat.

Worauf kommt es dabei an?

Wichtig ist, dass wir nur Materialien und Hilfsmittel verwenden dürfen, die die Menschen damals auch schon hatten. Der Einsatz von elektrischen Geräten, zum Beispiel von einer Kettensäge, ist streng verboten.

Wie sieht Ihr Alltag aus, wenn Sie experimentieren?

Meistens machen wir das in einem Museum, wo es ein Freilichtgelände mit urgeschichtlichen Häusern gibt, die nachgebildet wurden. Dort verbringen wir mehrere Tage oder Wochen und bauen Werkzeuge oder auch Häuser nach.

Denn man muss sich auch die Werkzeuge, die man für solch ein Experiment braucht, meistens selber machen – zum Beispiel schmieden. Denn es gibt sie so nicht mehr.

Paulas Nachrichten