Paulas Nachrichten

Als Vorleser für Kinder in Nicaragua

06.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Managua . . . wo liegt das denn? Viele Leute haben vielleicht noch nie von der Hauptstadt von Nicaragua in Mittelamerika gehört. Thomas Strothjohann war ein Jahr lang dort und hat Kinder mit Büchern vertraut gemacht.

Die Kinder kamen nach der Schule in eine Bibliothek. Dort hat der 22-Jährige aus Frankfurt in Hessen ihnen oft Bücher vorgelesen.

Besonders arme Kinder haben zu Hause keine eigenen Bücher. „dpa-Nachrichten für Kinder“ erzählte Thomas von seinen Erlebnissen.

Warum ist es wichtig, dass Kinder in Nicaragua Bücher lesen?

„In Büchern kann man von Dingen erfahren, die man selbst nicht erlebt hat. Man kann vieles lernen und am Leben von anderen teilhaben. Bücher helfen einem, um über seinen eigenen Tellerrand hinauszuschauen.“

Was habt ihr mit den Kindern gemacht?

„Jeden Tag kamen zwischen 50 und 100 Kinder zu uns. Für die Jüngeren unter ihnen gab es einen Kindersaal mit Spielen und Puzzles.

Wir haben auch Schachturniere und Clown-Vorführungen veranstaltet. Und viel gelesen.

Es war für die Kinder eine ganz neue, lustige Erfahrung, dass sie besser Spanisch konnten als ihr Lehrer, also ich. Wir haben die Sprache gemeinsam gelernt.“

Wie ging es dir, als du nach Deutschland zurückkamst?

„In den ersten Tagen ist man ziemlich aufgedreht, man sieht seine Familie und Freunde wieder.

Ich weiß von vielen Kollegen, die danach in ein Loch gefallen sind und unbedingt wieder zurückwollten.

Bei mir war es nicht ganz so schlimm. Aber ich habe mich doch nach Nicaragua zurückgesehnt.

Zum Beispiel danach, frühmorgens aufzustehen, wenn es noch kühl ist.

Die Räume der Bibliothek aufzuschließen und dann kamen die vielen Kinder.

Und nach der Mittagspause in der Hängematte . . . das vermisst man schon.“

Der 22-jährige Student Thomas Strothjohann war ein Jahr lang in Nicaragua, hat dort in einer Bibliothek gearbeitet und Kindern Bücher nahegebracht. Foto: Benjamin Hohlmann

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