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Als Bäcker wird es nie langweilig 15 Kinder backen gemeinsam

07.12.2013 00:00, Von Christian Ignatzi — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie backt man die besten Plätzchen? Und warum geht das in Großbäckereien so viel schneller? Das haben Joachim Burkart und Tobias Pfaff 15 Kindern erklärt, die an der Aktion bei der Stuttgarter Bäckerinnung teilgenommen haben.

Ein bisschen sieht er aus wie ein Stück Pappe, mit seiner braunen Farbe, flach ausgerollt: Auf der Arbeitsfläche im Unterrichtsraum der Bäckerfachschule liegt der Lebkuchenteig. Denn Unterricht bei den Bäckern sieht anders aus. Neben den Tischen und Bänken stehen hier Backöfen, ein großes Rührgerät und allerlei andere Maschinen. Eigentlich lernen hier angehende Bäcker, wie sie die leckersten Gebäcke herstellen.

Diesmal sitzen 15 Kinder auf den Stühlen. Sie hören den Bäckermeistern zu. Joachim Burkart und Tobias Pfaff erklären, worauf es beim Plätzchenbacken ankommt. Die beiden geben natürlich auch Expertentipps: „Eines darf man bei Lebkuchen nie vergessen“, sagt Joachim Burkart. „Man bestreicht sie mit Milch statt mit Eigelb. Dann bröckeln sie nicht, sondern glänzen schön!“

Dann dürfen die Kinder auch selbst Hand anlegen und Lebkuchen oder Plätzchen kneten, ausstechen oder verzieren. Das geht in so einer richtigen Backstube natürlich viel einfacher als zu Hause. Eine Teigausrollmaschine rollt den gekneteten Teig auf Knopfdruck platt. Dann kann es mit dem Ausstechen losgehen.

Die Kinder sind froh, dass sie den Teig nicht auch noch selbst plattrollen müssen. Denn schon das Kneten erfordert eine Menge Kraft: „Backen ist echt anstrengend“, bemerkt Florian (10), der zu Hause auch schon Plätzchen gebacken hat. Ob auch die Bäckermeister ihren Beruf anstrengend finden? „Man kommt schon ganz schön ins Schwitzen“, sagt Joachim Burkart. „Toll ist der Beruf trotzdem, weil es sehr kreativ ist, was wir machen.“ Damit meint er, dass er jeden Tag andere Gebäcke backen und neue Rezepte ausprobieren kann. „Es wird nie langweilig“, sagt der Bäckermeister.

Nur an eines muss man sich als Bäcker erst einmal gewöhnen: „Die Arbeit fängt zwischen 1 und 3 Uhr nachts an. Man hat also nicht viel Zeit, abends etwas mit Freunden zu machen“, erzählt Joachim Burkart. „Oder man ist tagsüber sehr müde, wenn man es doch macht.“

Dieses Problem haben Joachim Burkart und Tobias Pfaff aber längst nicht mehr. Sie arbeiten nur noch als Bäcker-Lehrer und stehen morgens zu einer ganz normalen Uhrzeit auf. Doch natürlich haben beide ihre Ausbildung auch in einer Bäckerei gemacht. Erst 2008 bei der Meisterprüfung haben sich die beiden bei der Fachschule der Bäckerinnung kennengelernt.

Mittlerweile sind die Öfen an und sorgen dafür, dass der Raum schrecklich warm geworden ist. Die Bäckermeister fühlen sich allerdings offensichtlich wohl in der Nähe ihrer Öfen. „Als Bäcker hat man viele Vorteile“, erklärt Joachim Burkart. „Man hat es im Winter schön warm hier drin und man kann für die Mädels Lebkuchenherzen backen.“ Allerdings: Im Sommer ist es schrecklich heiß in der Backstube. Dann ist es darin fast nicht mehr auszuhalten.

Auch die Kinder backen ein Lebkuchenherz. Katharina (9) hat eines für ihre Mama gebacken. Auch Paula bekommt ein Lebkuchenherz, mit einem Namens-Schriftzug aus Zuckerguss. Zum Schluss fehlt nur noch die Verzierung der Plätzchen und Lebkuchen. Haselnüsse, Mandeln und bunte Streusel liegen verführerisch bereit. Essen dürfen die Bäcker sie aber nicht selbst. Sie kommen auf die Lebkuchen, nachdem sie mit Glasur bestrichen wurden. „Damit glänzen die Plätzchen schön und trocknen nicht aus“, erklärt Tobias Pfaff.

Der verführerische Duft kann ihn übrigens schon lange nicht mehr bezirzen: „Wenn man jeden Tag bäckt, freut man sich auch einfach mal über ein Schnitzel-Weckle“, sagt er und lacht.

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