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Alles vorbereiten für schnelle Impfungen

03.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Damit man gleich loslegen kann, bedarf es vieler Vorbereitungen

Jetzt wird es richtig spannend: Schon bald können sich wahrscheinlich die ersten Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Dafür werden gerade extra Zentren an vielen Orten in Deutschland aufgebaut.

Die beiden Notfallsanitäter Matthias Gebhardt (rechts) und Mathias Haas bauen in einer Sporthalle ein Impfzentrum auf.  Foto: Swen Pförtner
Die beiden Notfallsanitäter Matthias Gebhardt (rechts) und Mathias Haas bauen in einer Sporthalle ein Impfzentrum auf. Foto: Swen Pförtner

(dpa) Es sind oft große Hallen mit viel Platz. Noch sind sie ziemlich leer. Doch bald soll viel los sein: Denn solche Hallen werden in Impfzentren umgebaut. In denen sollen sich bald Tausende Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen können.

Einige Firmen haben auch schon viele Portionen Impfstoff hergestellt. Sie warten jetzt auf die Erlaubnis, dass ihre Mittel angewendet werden dürfen. „Unser Ziel ist es, dass bereits im Januar die ersten Risikogruppen und Pflegebeschäftigten geimpft sind“, sagte der deutsche Gesundheitsminister am Dienstag.

Genau dafür entstehen gerade in allen Bundesländern die Impfzentren an verschiedenen Orten, auch in Sporthallen etwa. Dort werden zum Beispiel Markierungen angebracht, damit die Leute sehen, wo sie lang müssen. Dann gibt es verschiedenen Stationen mit Aufstell-Wänden. Die schützen die Menschen vor neugierigen Blicken, etwa wenn Fachleute sie vor der Impfung beraten.

Wer will, kann es sich übrigens danach auch noch anders überlegen und wieder gehen. Niemand muss sich impfen lassen. Wer den Schutz aber haben will, geht weiter und bekommt eine Spritze in den Arm. „Bis zum 15. Dezember wollen wir in Hamburg das Impfzentrum fertig haben“, erklärt ein Fachmann aus der Stadt. Das zu organisieren sei eine sehr schwierige Aufgabe: „Wir wissen zum Beispiel noch nicht, wie der Impfstoff, den wir bekommen werden, transportiert und gelagert werden muss.“ Es könnte sein, dass der Impfstoff viel kälter aufbewahrt werden muss als etwa in einem normalen Kühlschrank. „Es muss eine Kühlkette gewährleistet sein“, sagt der Experte. Außerdem werden sehr viele Fachleute benötigt in den Impfzentren: Ärzte, Ärztinnen und Pflegekräfte etwa, aber auch Leute, die alles drum herum organisieren. „Dieses Personal muss nun gefunden werden“, erklärt der Fachmann. Denn wenn es richtig losgeht, sollen etwa in Hamburg täglich bis zu 7000 Menschen geimpft werden können.

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