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Alles unecht – hinter den Kulissen von GZSZ

15.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wer eine Serie wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ guckt, kennt die Orte gut, an denen die Serie spielt. Den Club oder den Kiosk. Doch das meiste, das man im Fernsehen sieht, ist gar nicht echt . . .

Eine Auswahl der Fantasie-Produkte aus der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ Foto: Julia Rudorf
Eine Auswahl der Fantasie-Produkte aus der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ Foto: Julia Rudorf

Die Straßen sind nur einige Meter lang. Manche Häuser haben zwar eine Vorderseite. Aber die Fenster sind nicht echt: Dahinter gibt es keine Wohnungen. Und die U-Bahn ist eigentlich nur ein einziger Waggon, der in einer Halle steht. Das alles sieht man allerdings nur, wenn man die Dreharbeiten einer Serie besucht. Und einen Blick hinter die Kulissen wirft – hinter die Kulissen von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ etwa.

Die Serie wird zum größten Teil in Filmstudios bei Potsdam gedreht. Potsdam ist die Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburg. Über 30 Kulissen gibt es bei GZSZ: vom Krankenhauszimmer bis zum Klamottenladen oder sieben verschiedene Küchen.

Fotografieren darf man allerdings fast nichts. Die Macher der Serie haben das nicht gern. Was echt ist und was nicht, soll ein bisschen geheim bleiben. „Eine Serie ist immer dann gut, wenn man ihr glauben kann“, erklärt die Producerin Marie Hölker.

Deshalb darf man im Fernsehen auch nie sehen, dass die Zimmer eigentlich aussehen wie große Puppenstuben: Vorne fehlen die Wände und oben die Decke. Denn die Kameraleute und die großen Scheinwerfer müssen überall hinkommen.

Doch wofür braucht man bei einer Fernsehserie überhaupt eine Kulisse? Schließlich könnte man doch in einer echten Wohnung drehen oder draußen auf der Straße. „In einer echten Wohnung zu drehen ist viel aufwendiger als im Studio. Denn damit jede Folge immer gleich und perfekt aussieht, brauchen wir viel Technik“, sagt die Fachfrau.

Im Studio hängen Hunderte Scheinwerfer, und es gibt mehrere Kameras – die müssten sonst jeden Tag wieder auf-und abgebaut werden. Doch das würde viel zu lange dauern. „Kulissen helfen uns dabei, Zeit zu sparen.“

Im Filmstudio ist man auf die Kulissen stolz. Sie sehen im Fernsehen wirklich täuschend echt aus. Früher war das anders, erinnert sich der Schauspieler Wolfgang Bahro. Er spielt von allen Schauspielern am längsten bei der Serie mit. „Als ich angefangen habe, musste man immer besonders aufpassen, wenn man eine der Türen geöffnet hat. Oft haben gleich die Wände mitgewackelt.»

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