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Paulas Nachrichten

Alles guckt auf mein Kommando

03.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Veronika Marschall hat den Überblick. Sie steht auf einem Podest und schaut auf das Orchester vor ihr. Veronika Marschall ist Dirigentin – also eine Chefin für Musik. Vor ihr stehen und sitzen Musiker: links außen Leute mit Geigen und Querflöten, in der Mitte die Posaunen-Spieler und Trompeten.

Konzentriert wirft die Dirigentin einen kurzen Blick in das dicke Notenbuch vor ihr auf dem Pult. Fachleute nennen es die „Partitur“. Darin stehen die Noten für das Stück.

Gleich startet die Generalprobe in der Kreismusikschule Erding in Bayern – also die letzte Probe vor dem großen Auftritt. Noch summen die Geigen jede für sich. Der tiefe Bass brummt vor sich hin. Dann wird es mucksmäuschenstill: Gespannt richten sich alle Blicke im Saal auf die Orchester-Chefin.

In dem Moment ergreift Veronika Marschall ihren weißen Taktstock. Sie hebt ihre Arme in die Höhe. „Das ist der Auftakt. Und in dem Moment hat das Orchester leise zu sein“, flüstert ein Fachmann im Hintergrund.

Auf einen Schlag erklingt das Orchester in voller Lautstärke. Der warme, volle Klang füllt den Raum. Wow! Das sorgt für Gänsehaut-Stimmung. Ein Instrument für sich allein klingt oft leise – aber ein ganzes Orchester kann so mächtig laut werden wie eine wild galoppierende Pferdeherde. Damit ihre Musiker-Herde nicht auseinandergaloppiert, gibt die Dirigentin Signale. Und sorgt dafür, dass aus vielen Einzelspielern ein Gesamtstück wird. Jetzt klatscht sie kurz in die Hände. „Ab Takt 38 aufpassen, da sind wir zu schnell!“, ruft sie. Lautes Sprechen geht aber nur in der Probe. Bei einer Vorführung wäre das peinlich. Im Konzert „spricht“ sie mit ihrem Taktstock. Dirigenten haben eine eigene Zeichensprache. Arme, Hände, Taktstock – fast jede Bewegung bedeutet etwas. Dabei ist ein Zeichen wichtig für alle, die in der Herde den Anschluss verpasst haben und aus dem Takt sind. Beim Takt wird gezählt – und: „Die Eins geht immer nach unten“, weiß Veronika Marschall. Ihre Arme sausen in dem Moment in die Tiefe. Das Zeichen für die „Eins“, also den Beginn eines neuen Takts, ist eine echte Hilfe. Alle wissen wieder, wo sie sind.

Veronika Marschall hat den Überblick. Sie ist Musiklehrerin und Dirigentin an der Kreismusikschule Erding in Bayern. Sie steht auf einem Podest und schaut auf das Orchester vor ihr. Die Musiker sollen alle auf ihr Kommando hören – sonst gibt’s Musik-Kuddelmuddel! Foto: Annette Berger

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