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Ab ins Schloss

08.10.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Was wollen junge Menschen in Deutschland? Was würden sie ändern? Das fragte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 150 junge Leuten.

Wenn Marisol Ferreira Lopes etwas blöd findet, dann sagt sie es. „Ich bin ein Mensch, der sehr gerne seine Meinung zu allem abgibt“, erzählt die 16-Jährige. Da passt es gut, dass Marisol am Donnerstag bei einem wichtigen Mann eingeladen war. Der Mann heißt Frank-Walter Steinmeier. Er ist der Bundespräsident von Deutschland. Das ist das höchste Amt, das man in Deutschland haben kann.

In diesem Amt ist es gut, wenn man weiß, wie es den Menschen im Land geht und welche Probleme sie sehen. Genau das wollte der Bundespräsident von den 150 jungen Leuten wissen, die er eingeladen hatte. Das Treffen fand in seinem Sitz in Berlin statt: dem Schloss Bellevue. Einen Tag lang überließ der Bundespräsident den Eingeladenen sein Schloss!

Seine Gäste konnten sich wie in der Schule in Gruppenarbeit darüber unterhalten, was ihnen wichtig ist. Dabei ging es unter anderem ums Klima, um Europa und darum, wie Menschen mit anderen Menschen umgehen sollten. Dort, wo die Gruppen arbeiteten, waren schon viele bekannte Leute zu Gast. Unter ihnen etwa die Queen aus Großbritannien oder Barack Obama, der mal Präsident der USA war.

Marisol Ferreira Lopes hat bei den Gruppen natürlich auch mitgemacht. Sie meint zum Beispiel, dass nicht alle Kinder bei uns gleich behandelt werden. Wächst ein Kind in einer armen Familie auf, habe es oft nicht dieselben Chancen wie ein Kind aus einer reichen Familie, sagt sie. „Ich erhoffe mir, dass es zumindest in Deutschland schon mal ganz gerecht und ganz gleich wird.“ Daran sollten Politikerinnen und Politiker dringend mehr arbeiten, findet sie.

Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will sich merken, was ihm die jungen Menschen sagen. Vielleicht erzählt er es später auch anderen wichtigen Politikerinnen und Politikern, damit alle weiter an den Zielen arbeiten können. dpa

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