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Ab in den Wald - Es ist Pilz-Zeit

17.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Heute gehen wir in die Pilze“, jubelt Anna. Mit ihrem Vater und ein paar Freunden fährt die Achtjährige am Morgen in einen Wald bei Aachen in Nordrhein-Westfalen. Der Waldboden ist noch ziemlich nass. Aber Anna und die anderen haben Wanderschuhe und wetterfeste Klamotten an. Erst mal geht es einen steilen Berg hinauf. „Hier unten brauchen wir nämlich gar nicht zu suchen, hier haben wir noch nie Pilze gefunden. Erst weiter oben gibt’s welche“, sagt Anna. Sie ist nämlich nicht zum ersten Mal hier, sondern schon das dritte Jahr in Folge.

„Juchhu, hier steht ein Steinpilz“, ruft ihr Vater aufgeregt. Weil bisher sonst noch keiner etwas gefunden hat, stürzen alle hin. Steinpilze wollen schließlich alle finden, denn die schmecken mit am besten.

„Ist das wirklich ein Steinpilz?“, fragt Anna. Keiner ist sich ganz sicher. Also wird das Pilzbuch hervorgeholt und nachgeschaut. „Es könnte einer sein, vielleicht auch eine Marone oder ein Gallenröhrling“, sagt Annas Vater. Steinpilz oder Marone wäre gut, Gallenröhrling nicht. Der ist zwar nicht giftig, schmeckt aber bitter. Auch die giftigen Satansröhrlinge sind den Steinpilzen ähnlich. Sie haben aber eine viel hellere Kappe. Egal, sicher ist sicher. Anna schneidet den Pilz mit dem Messer vorsichtig ab und legt ihn in ihren Korb. „Zu Hause schauen wir noch in ein zweites Buch.“ Lieber einen Pilz wegwerfen als einen bitteren oder gar giftigen Pilz zu essen.

„Pfifferlinge“, schreit einer aus der Gruppe. Dann sind es aber doch nur Giftpilze von der Sorte Kahler Krempling. Die sehen dem Pfifferling zwar von der Form her ähnlich. Aber der Pfifferling ist richtig schön goldgelb und der Kahle Krempling braun. Nach einer Stunde hat dann doch jeder einige Pilze gefunden, darunter auch Pfifferlinge, Steinpilze und Maronen. Für eine ganz große Pilzpfanne reicht es diesmal zwar nicht. „Aber die Pilzsaison geht ja noch eine Weile“, tröstet sich Anna.

Ein Pilzsachverständiger untersucht einen Sommersteinpilz. Foto: Stefan Sauer

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