Paulas Nachrichten

50 Jahre Lichtgebritzel – Laser sind Superwerkzeuge

14.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit Licht eine dicke Stahlplatte durchschnippeln? Das geht ganz leicht – mit einem Laser. Mit Laser-Geräten werden zum Beispiel Metallteile für Autos und Flugzeuge ausgeschnitten. Man kann mit ihnen aber auch verschiedene Teile zusammenkleben.

Außerdem werden mit Laserlicht Telefongespräche und Internetdaten transportiert. An der Ladenkasse werden damit die Strichcodes auf den Verpackungen gelesen – und der CD-Player erkennt so die Musikdaten auf der CD. Was ist so besonders bei einem Laserlicht? Bei einer normalen Lampe wabern ganz viele Lichtwellen durcheinander. Beim Laser schwingen sie alle im Gleichtakt und verstärken sich so. Es entsteht ein sehr intensiver Lichtstrahl von genau einer Farbe. Fachleute probieren auch, mit Lasern wichtige Vorgänge in der Sonne nachzumachen. In ihrem Innern werden unzählige Teilchen des Gases Wasserstoff umhergewirbelt. Wenn diese mit viel Energie zusammenstoßen, können sie verschmelzen. Dann entsteht ein neuer Stoff: Helium. Dabei wird viel Energie frei – vor allem als Licht und Wärme. Eine Quelle für wahnsinnig viel Energie? Das können wir doch gut gebrauchen für unsere Maschinen, Autos und Häuser! Fachleute nennen das Verschmelzen Kernfusion. Sie versuchen, diesen Vorgang nachzubauen – zum Beispiel in den USA mit dem stärksten Laser der Welt. Der Superlaser steht in einem riesigen zehnstöckigen Gebäude. Mehr als zwölf Jahre haben die Wissenschaftler an der Anlage gebaut. Erste Tests gab es schon. Ob es klappt, Energie herzustellen wie in der Sonne, weiß man aber noch nicht.

Mit einem Werkzeuglaser wird ein Metallteil verschweißt. Foto: Jan-Peter Kasper

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