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15 Monate im Eis in der Antarktis

15.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit dicken roten Schneeanzügen, Handschuhen, Mützen und den Schals tief ins Gesicht gezogen stehen sieben Männer und zwei Frauen in einer weißen Schneelandschaft. 15 Monate lang arbeiten sie hier in der Antarktis, weit weg von Freunden und Familie.

Max Görler ist einer von ihnen. Sie hausen in der Forschungsstation „Neumayer“ auf dem südlichen Zipfel der Welt in Containern unter dem Eis. „Ich wollte selbst einmal in der Antarktis sein und wissen, wie es ist, hier zu überwintern“, sagt der 31-Jährige. „Und ich wollte die Pinguine sehen.“ Die leben nur sechs Kilometer entfernt und kümmern sich gerade um ihre Jungen.

Während bei uns der Sommer langsam zu Ende geht, ist in der Antarktis Winter. Die kälteste Temperatur, die bei „Neumayer“ bisher gemessen wurde, beträgt –48,8 Grad Celsius! „Gerade bei schlechtem Wetter kann es schon mal sein, dass man eine Woche nicht rauskommt“, erzählt Max. „Dann macht man nur die Tür auf, guckt raus und läuft schnell wieder rein.“

Wenn er und seine Kollegen draußen sind, frieren ihnen die Wimpern zu. Drinnen dagegen hat Max einen fast normalen Bürojob. Er arbeitet als Elektroingenieur. „Die meiste Zeit sitze ich am Rechner. Manchmal muss ich auch was reparieren. Ich bin hier als Funker vor allem dafür zuständig, dass die Telefone, die Computer und das Internet funktionieren.“

Jetzt im Winter hat Max weniger zu tun als im Sommer. Trotzdem wird ihm nie langweilig. Er sorgt zum Beispiel dafür, dass er und seine Kollegen jeden Tag die Tagesschau gucken können – wenn auch zwei Stunden später als wir in Deutschland.

Im Sommer dann kommen mehr Wissenschaftler dazu und forschen zum Beispiel über das Gehör von Robben. Auch viele Bauleute sind dann in der Antarktis. Sie bauen „Neumayer 3“, eine neue Forschungsstation. Max und seine Kollegen sind nämlich die letzten, die noch auf der alten Station überwintern.

Voraussichtlich im März geht es für Max zurück nach Deutschland. Er freut sich schon darauf, seine Freundin wiederzusehen, sagt er. „Und darauf, im Sommer auf einer grünen Wiese zu liegen und in T- Shirt und kurzen Hosen rumlaufen zu können.“

Das Bild zeigt den Hamburger Max Görler in der Antarktis. Foto: AWI/privat

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